Corpus Delicti von Julia Zeh, 2009, Schöffling1.) - 3.)

Corpus Delicti - Ein Prozess.
Roman von Juli Zeh,
(2009, Schöffling&Co.).
Besprechung von Evelyn Finger in DIE ZEIT, 26.2.2009:

Das Buch der Stunde
Juli Zeh stellt sich den Staat als Gesundheitsdiktatur vor. In ihrer scharfsinnigen Zukunftsvision "Corpus Delicti" ist der perfekte Körper das höchste Gut

Wenn die Gründe, sich zu fürchten, überhandnehmen, versiegt die Furcht.

So war es schon in der Bibel, als die apokalyptischen Reiter die Menschheit heimsuchten, der Zorn Gottes sich als brennendes Meer über die Erde ergoss und das Jüngste Gericht tagte. So ist es auch in der wirklichen Welt, wo es jeden Tag Hiobsbotschaften hagelt, aber keine Panik ausbricht, weil das kollektive Bewusstsein sich gegen diese fantastisch klingenden Tatsachen wehrt und die Zukunftssorgen verdrängt. Dass Zukunft trotzdem stattfindet, daran erinnert uns jetzt Juli Zeh. Corpus Delicti heißt ihr neues Buch und liefert Beweise gegen unsere Furchtlosigkeit. Es ist eine negative Utopie, die den Sinnkrisen der Gegenwart entspringt und uns zwingt, deren Folgen zu bedenken. Indem die
Autorin die kommende Geschichte aus der vergangenen und die vergangene aus der kommenden erklärt, lehrt sie ihre Leser das Fürchten.

Alles beginnt mit einem weiten Kameraschwenk über die stille Oberfläche des Planeten, wie er Mitte dieses Jahrhunderts vielleicht aussehen wird. SaubereStädte, umrankt von sauberer Natur und geputzten Industrieruinen. Solaranlagen neben Magnetbahntrassen. Geflutete Tagebaue, deren glatte Oberflächen den entgötterten Himmel spiegeln. Nur Google Earth blickt noch aus der Vogelperspektive auf die Schöpfung herab, und wenn man näher ranzoomt, landet man in einem deutschen Amtsgericht, das soeben einen Fall nachlässiger Gesundheitsvorsorge verhandelt. Eine junge Frau namens Mia Holl hat ihren »Schlafbericht« nicht eingereicht, ihren Blutdruck nicht gemessen und ihre sportliche Leistungskurve absacken lassen. Wegen dieser Pflichtvergessenheit gegenüber sich selbst, die eine Schlamperei gegenüber der Gemeinschaft ist, weil das Selbst als deren kleinste Funktionseinheit ständiger Kontrolle bedarf, wird die Delinquentin zunächst verwarnt.

Corpus Delicti erzählt von der Zurichtung des privaten Körpers im Namen eines Staatskörpers. Handle stets so, dass die Maxime deines Handelns die bestehenden Verhältnisse nicht gefährdet: So lautete der kategorische Imperativ in den totalitären Staaten des 20. Jahrhunderts, und so wird er im 21. Jahrhundert vielleicht weiterhin lauten. Juli Zeh versucht die Gründe zu benennen, warum auch freie Gesellschaften Unfreiheit erzeugen. Und weil das so schwierig ist, verfährt die versierte Erzählerin diesmal weniger erzählerisch als diskursiv – wie man es als Leser einer Utopie auch erwartet. Seit Thomas Morus haben die Meister des Genres zuungunsten der Form die Idee betont. Nach diesem Prinzip entwickelt auch Juli Zeh ihre philosophische Novelle über eine Welt, wo Perfektion Pflicht und Pragmatismus der Traum ist, wo alle Alternativen diskreditiert sind und die großen Fragen nicht mehr gestellt werden: Wer sind wir? Woher kommen wir?

Was erwartet uns?

Es stellt sich aber heraus, dass Mia Holl vom Funktionalismus abfällt, dass sie ihre Wohnung verdrecken und den Kilometerrückstand auf ihrem Hometrainer anwachsen lässt – wegen schierer Melancholie, jenes eigensüchtigen Gebrechens der frühen Moderne. Das muss bestraft werden, denn es widerspricht dem Glücksversprechen des saubersten Systems aller Zeiten. In Ermangelung anderer Ideale hat es die Sauberkeit zum Selbstzweck und die Unfehlbarkeit zum Götzen erhoben. Weinen ist nicht erwünscht, weil Zweifel nicht erwünscht sind. Feindlich negative Elemente nannte man Unglückliche wie Mia früher. Weil ihr Bruder sich im Gefängnis erhängt hat, nachdem er seine Unschuld an einem Mord nicht beweisen konnte, versinkt seine früher so angepasste Schwester in Trauer. Trauer aber erscheint ihren Richtern gefährlicher als Suizid, denn da lebt das Unbehagen an einem Dasein ohne Gott, ohne Moral, ohne Sinn fort.

Dass Gefühle als Delikte gelten und dass man anhand des eigenen Körpers überführt werden kann, definiert den Ort der Handlung: Corpus Delicti spielt in einer Gesundheitsdiktatur, die ihre Bewohner mittels implantierter Datenchips überwacht. Hier kontrolliert der Staat die Abwässer jedes Haushalts auf giftige Substanzen wie Nikotin. Hier sind leistungsmindernde Genussmittel wie Alkohol verboten. Man nutzt die zentrale Partnervermittlung, um eine passende DNA kennenzulernen. Endlich soll das Leben keimfrei und die Liebe schmerzfrei sein.

Seit die letzte Krankheit ausgerottet wurde, sind Kranke mehr denn je Unpersonen, selbst das Privateste aller Leiden, die Seelenpein, unterliegt öffentlicher Ächtung. Mens sana in corpore sano lautet der Befehl. Man begrüßt einander mit dem Heilsruf Santé!

Manchen Lesern mag eine Reminiszenz an den Nationalsozialismus in einer Erzählung aus dem Jahr 2050 altmodisch vorkommen, weil sie glauben, das Jahrhundert der Diktaturen sei vorbei. Sie halten die Ideologie des »lebensunwerten Lebens« für erledigt und übersehen die naheliegende Ideologie der Effizienz. Juli Zeh will nicht den Ökoterror aus dem Faschismus herleiten, sondern einer körperfixierten Gesellschaft die Augen öffnen, die aus Stolz auf den historischen Sieg der Demokratie blind ist für das Fortwirken des Totalitären. Für die Versprechen der Gentechnik und die kalten Prämissen der Künstliche-Intelligenz-Forschung. Für die Menschmaschinenbauer mit ihrem Optimierungswahn und die Gesundheitsreformer mit ihrer instrumentellen Vernunft:

»Wenn wir vernünftig denken«, sagt die Richterin zur Angeklagten, »schuldet die Gemeinschaft Ihnen Fürsorge in der Not. Dann aber schulden Sie der Gemeinschaft das Bemühen, diese Not zu vermeiden. Ist das nachvollziehbar?«

Natürlich ist die Erpressungslogik des Utilitarismus nachvollziehbar, besonders für jene Menschen, denen aus ihrer persönlichen Not schon einmal ein politischer Vorwurf gemacht wurde. Man denke an die Arbeitslosen, die als Schmarotzer des Sozialstaats gelten. An die Behinderten, die nach landläufiger Meinung keine Kinder zeugen sollen, auch wenn das Gesetz es erlaubt. An die Alten, denen bald keine künstlichen Hüftgelenke mehr gezahlt werden, weil das die Krankenkassen belastet. Der Mensch der Gegenwart ist ein Kostenfaktor, und Abweichungen von der Norm erzeugen Verluste. Juli Zeh stellt sich den Sieg des Kosten-Nutzen-Denkens so vor, dass in Zukunft die Abweichler wieder beseitigt werden. Mia Holl jedenfalls wird am Ende zum Tod durch Einfrieren verurteilt und nur deshalb in letzter Sekunde begnadigt, weil der Staat keine Märtyrer braucht.

Das Bestechende an Corpus Delicti: dass die Autorin ihre eigene Mitleidsdramaturgie durchkreuzt und ihre Heldin nicht als lammfrommes Opfer zur Schlachtbank führt, sondern als Staatsfeindin wider Willen. Die Hauptfigur ist nämlich Biologin, ihr Bruder wurde als Kind von Leukämie geheilt. Deshalb verteidigt sie anfangs das Gesundheitsparadies, in dem sie nachher zugrunde geht. Jung, schlank, lächelnd, mit der Gelassenheit derer, die an Gerechtigkeit glauben, betritt sie den aseptischen Verhandlungssaal. Niemand wisse besser als sie, beteuert Mia Holl, dass jedes biologische Leben darauf abziele, Wohlbefinden zu erreichen und Schmerz zu vermeiden. Nur ein System, das diesen Zielen diene, sei legitim.

Leider, und das beweist uns die Juristin Zeh mit messerscharfen Argumenten, haben die Ziele sich verselbstständigt, ihre ethischen Grundlagen spielen keine Rolle mehr. Leider ist sauber noch nicht gut und gesund nicht gerecht.

Als geschichtspessimistische Prophetie steht Corpus Delicti Aldous Huxleys Brave New World näher als Orwells 1984. Zwar gibt es hier wie bei Orwell einen starken Überwachungsstaat, aber wie bei Huxley soll Gewalt vermieden werden.

Die Unterwerfung des Individuums – »der Ausgleich zwischen privatem und öffentlichem Interesse« – soll freiwillig geschehen. Agitation ist das Mittel der Wahl, aber Folter dann doch unvermeidlich.

Juli Zeh schildert die Entgleisung ins Brutale mit seltsamer Kälte. Sie ist eine analytische Apokalyptikerin in der Nachfolge Jewgenij Samjatins, Ray Bradburys und Philip K. Dicks. Als solche polemisiert sie gegen eine postutopische Epoche, die sich zu viel auf die Überwindung der Utopien zugutehält. Die literarische Form ist eine Gerichtstragödie in Prosa, ein Traktat in verteilten Rollen, ein Science- Fiction-Krimi und stetig sich beschleunigendes Debattierstück. Anfangs wirken die Figuren noch steif: die engelsgleiche Richterin, die der Angeklagten helfen will. Der fiese Journalist, der den Konflikt schürt. Der unfähige Anwalt, der fast alles falsch macht. Aber allmählich schafft die Handlung einen unwiderstehlichen Sog.

So gerät Mia in die Mühlen einer Gerichtsbarkeit, die der reinen Vernunft verpflichtet, aber vom blutigen Bestrafungsfuror getrieben ist: Man fordert von der Angeklagten das Unmögliche, und für ihr Versagen straft man sie mit immer fantastischeren Unterstellungen. Je mehr sie ihre Lauterkeit beteuert, desto weniger glaubt man ihr, man verhaftet sie als Terroristin, foltert sie mit Stromschlägen, bis sie endlich die obwaltende Gerechtigkeit verflucht und zu dem Staatsfeind wird, den der Staat in ihr sieht. Heiner Müller hat dieses Verfahren einmal mit der Metapher beschrieben: das Gras ausreißen, bis es grün wird.

In der Zukunft, wo die sogenannte Methode regiert, heißt das: den Menschen schinden, bis er glücklich wird. Wer sich davor nicht fürchtet, hat über die Pervertierbarkeit der Aufklärung unzureichend nachgedacht. »Gesundheit ist sichtbar gewordener Wille. Ein Mensch, der nicht nach Gesundheit strebt, wird nicht krank, sondern ist es schon«, heißt es in einer Präambel über Gesundheit als Prinzip staatlicher Legitimation. Sie ließe sich illustrieren mit Athleten aus einem aktuellen Sportartikelkatalog. Neben trainierte Körper haben die von Nietzsche inspirierten Werbetexter Namen geschrieben wie »Kraftpaket« oder »Selbstüberwinderin«.

Das Buch kommt natürlich ohne solche plakativen Gegenwartsbezüge aus. Durch den knappen Erzählstil, indem Zeh die kursierenden Perfektionsfantasien ohne viel Aufwand an Kulisse ins Extrem treibt, stellen sich Assoziationen ein. Der Leser sieht plötzlich, wohin Rauchverbote führen könnten, nämlich in den Zwang zur Selbstoptimierung, und worauf Fitnessgebote fußen, nämlich auf einem Nützlichkeitsdenken, das den Einzelnen auf die Gemeinschaft verpflichtet.

Es geht hier noch einmal um die großen Themen der letzten 200 Jahre: Freiheit und Gerechtigkeit, Kultur und Natur, Wahrheit und Propaganda. Um sie zukunftsgemäß zu verhandeln, braucht Zeh keine Zeitmaschinen, keine Raumschiffe. Sie beherzigt einfach die Maxime von J. G. Ballard: »Ich war sicher, dass die Sciencefiction aus dem Weltraum und der fernen Zukunft zurückkehren musste, dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird – in die Gegenwart.«

Gegenwart aber ist vor allem die Debatte über den Staat. Während seine Verächter nun nach ihm rufen, während die Entstaatlicher hysterisch Verstaatlichung fordern, wirft Juli Zeh stillschweigend die Frage auf, wie ein gelingender Staat aussehen könnte. Dass sie es im Bewusstsein etatistischer Entgleisungen tut, darin besteht ihre Kunst. Dass sie dem Triumphgeschrei vom »Ende der Geschichte« ins Wort fällt, darin besteht ihr Mut.

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Corpus Delicti von Julia Zeh, 2009, Schöffling2.)

Corpus Delicti - Ein Prozess.
Roman von Juli Zeh,
(2009, Schöffling&Co.).
Besprechung von Caro Wiesauer aus Kurier, Wien vom 27.3.2009:

Jetzt reicht's mit der Gesundheitsdiktatur
"Corpus Delicti", der spannende Roman von Deutschlands engagiertester Autorin ist auch ein Stück politischer Haltung.

Forderungen nach mehr Videokameras. Die Einführung des biometrischen Passes mit Fingerabdruck. Und jetzt auch noch das Rauchverbot. Alles zusammen hat in Juli Zeh das Gefühl ausgelöst: „Jetzt reicht’s!“, wie sie bei der Leipziger Buchmesse meinte. Gegen den biometrischen Pass hat sie vor einem Jahr beim deutschen Bundesverfassungsgericht Beschwerde eingelegt. Um begreifbar zu machen, was ihrer Meinung nach "die Idee dahinter" sei, hat die 1974 in Bonn geborene Juristin und Schriftstellerin das Theaterstück "Corpus Delicti" geschrieben.

Anti-Utopie

Jetzt reicht sie den anti-utopischen Stoff in Form eines Roman nach. Wir schreiben das Jahr 2057. Die Vorsorge-Idee hat sich zu einer Gesundheitsdiktatur entwickelt. Alles ist der "Methode" unterworfen. Wir lernen Mia kennen. Eine attraktive, unabhängige und kluge 30-jährige Frau, die ein angepasstes Leben führt und die Vorteile des Systems nicht geringschätzt. Es ist eine Welt, in der man über die Todesstatistiken des 20. Jahrhunderts den Kopf schüttelt, in der Keime aufgrund absoluter Keimfreiheit gar nicht erst erstickt werden müssen. Der Hang zur Natur und zum Laster aber wurde Mias Bruder zum Verhängnis. Das Aufsuchen seines Lieblingsortes an einem Fluss, um die Füße ins Wasser baumeln zu lassen und Zigaretten zu rauchen, machten ihn zur Persona non grata und brachten ihm Revoluzzer-Status ein. Und ein Blind Date, das nicht stattfand, weil das Objekt seiner Begierde bereits tot war, führte aufgrund von DNA-Spuren zu seiner Verurteilung als Vergewaltiger und Mörder.

Schwurgericht

Jetzt also steht Mia vor der Richterin, sie hat sich schuldig gemacht: Der Kilometerstand des Hometrainers ist zu niedrig. Ihre Blutwerte weisen ein Zuviel an Koffein auf. Sie hat ihre Ernährungs- und Schlafberichte nicht abgeliefert und weder Blutdruck- noch Urinwerte abgegeben. Mia ist in Trauer. Doch genau dieser Mangel soll schleunigst behoben werden. Und: Mia bezweifelt die Schuld ihres Bruders. Doch die „Methode“ darf keinen Fehler eingestehen. Dass die „Methode“ zudem keine Märtyrer brauchen kann, das wird Mia zum Fluch. Juli Zehs Roman ist frei von Ironie. Sie treibt die Handlung schnörkellos voran, stellt ihre Poesie ganz in den Dienst ihrer Botschaft. Messerscharf und klar zieht sie ihre Schlüsse aus einem nur verworren wirkenden, in Wahrheit gut abgezirkeltem Netzwerk der Macht. Die so heraufbeschworene Zukunft, sie könnte so bald sein. Zweifellos.

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Corpus Delicti von Julia Zeh, 2009, Schöffling3.)

Corpus Delicti - Ein Prozess.
Roman von Juli Zeh
(2009, Schöffling&Co.).
Besprechung von Britta Heidemann in der WAZ vom 26.6.2009:

Eine kranke Welt
Juli Zehs Roman "Corpus Delicti"

Gesunder Geist im gesunden Körper? Doch das Staatssystem, das seinen Bürger Gesundheit und Glück diktiert, ist: krank. Juli Zeh erzählt aus der Perspektive der jungen Mia Holl, deren Bruder sich im Gefängnis erhängt. Er soll eine Frau vergewaltigt und getötet haben, seine DNA fand man in und an ihr. Mia glaubte stets an seine Unschuld, sie verzweifelt – vernachlässigt ihr Training, versäumt, Ernährungs- und Schlafprotokolle abzugeben, wird dadurch selbst zur Angeklagten. Ja, wo sind wir denn hier? In einer Gesundheitsdiktatur, einem Albtraum irgendwann im 21. Jahrhundert. Selbst die Liebe ist nicht mehr privat: Nur Verbindungen zwischen kompatiblen Immunsystemen sind gestattet.

Gewohnt sprachmächtig entwickelte Juli Zeh diese bestürzende Utopie, zunächst als Theaterstück, dann als Roman. Sie denkt dort weiter, wo die Debatte heute endet, zwischen Fitnesswahn und „Volkssport“ Arztbesuch – als wären die Menschen heute „nicht in der Lage gewesen, sich selbst zu spüren, solange ihnen nichts wehtat.“ Eine im Wortsinn peinlich genaue Zustandsbeschreibung. Die Überwindung der Malaise aber führt in eine Welt, deren Bewohner aller Rechte beraubt wurden.

Mit dem Schriftsteller Ilja Trojanow („Der Weltensammler“) hat die studierte Juristin Zeh ein „politisches Pamphlet“ verfasst, das ebenfalls die Frage stellt, wie viel Staat sein darf – bezogen allerdings auf die Gegenwart. „Angriff auf die Freiheit“ erscheint Ende August im Carl Hanser Verlag. Auch ein Theaterprojekt für das Schauspielhaus Düsseldorf wird sich im Frühjahr 2010 dem Thema weiter nähern, verrät Juli Zeh (und mehr nicht). Wachrütteln will sie. Sind wir wirklich so verschlafen?

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