Wir stecken im Stau von Janko Ferk, 2014, StyriaBrot und Liebe.
Gedichte von Janko Ferk (
2014, Styra).
Besprechung von Christoph Janacs aus Rezensionen-online *LuK*, 2014:

Finde heraus, was du am besten kannst
Neue Gedichte aus Österreich
2014 war ein gutes Jahr - zumindest was die Lyrikneuerscheinungen betrifft. Neben bereits gut eingeführten Reihen wie Neue Lyrik aus Österreich oder keiper lyrik, die jährlich mit je vier Ausgaben erscheinen, machten Einzelausgaben - meist besonders schön gestaltet, oft in Zusammenarbeit mit bildenden KünstlerInnen - auf sich aufmerksam. Es gibt sie also noch, die mutigen, ökonomisch unbelehrbaren, der Poesie verpflichteten VerlegerInnen, denen das poetische Wort mehr gilt als die schnell hingeworfene Krimimünze, deren Echo im Nu verhallt. Und es gibt sie, die DichterInnen, die der Sprache immer noch neue Facetten abgewinnen und sich nicht mit dem gewonnenen Weg zufriedengeben - gemäß Evelyn Schlags herber, wiewohl treffender Devise: "finde heraus was du am besten kannst / und hör auf damit."

Janko Ferk, Jahrgang 1958, in Klagenfurt tätiger Jurist, Schriftsteller und Literaturwissenschafter, ist einer, der die Sprache skelettiert, stets darauf bedacht, alles unnötige Beiwerk zu eliminieren, bis oft nur noch ein Gerippe von einem Gedicht, ein paar Verse lang und wenige Worte umfassend, übrigbleibt, nahe an der Sentenz, am Aphorismus angesiedelt, und bisweilen mit einem hintergründigen und gleichzeitig melancholischen Humor versehen, wie "Abnabelung" anschaulich beweist: "in der hochzeitsnacht / träumte er / seine mutter / sei gestorben". Im "Requiem für den Groß­vater" heißt es an einer Stelle lapidar: "ein teller weniger / am tisch / auch das ist / trauer". In dieser Kürze liegt Ferks Stärke, egal ob er Privates, Liebe und Tod oder Politisches behandelt. Und natürlich thematisiert er als Kärntner die spezielle Situation dieses Bundeslandes und seine Zweisprachigkeit, die viele dort geborene und aufgewachsene DichterInnen prägte und prägt (man denke nur an Peter Handke, Fabjan Hafner oder Maja Haderlap); und so heißt es in "Resümee zweitausendzwölf" (man beachte v.a. den Zeilenbruch!): "meine heimat / ist kein land // es / sind zwei sprachen… mich machen / wörter aus // sie fügen mich / zusammen". Mit Brot und Liebe sind nun Gesammelte Gedichte aus fast vier Jahrzehnten erschienen, ein Anlaß mehr, sich mit diesem Dichter der Kürze näher zu beschäftigen.

Es ist eine fragmentierte, in Auflösung befindliche Welt, die uns in Andrea Grills Gedichten begegnet, eine übergeordnete Ordnung ist nicht mehr zu finden, Stückwerk fügt sich an Stückwerk, bildet kein Ganzes mehr und doch ein Gedicht: "Sitze frisch gedruckt in deinem / Handschuhfach / wolkenverhangene Anziehung; / ist unsere Aufgabe wirklich das Wachsein?" So lautet das letzte Gedicht, und seine Frage wirft beim Wiederlesen ihren Schatten auf alle anderen Gedichte. Grill, 1975 in Bad Ischl geboren, studierte Biologie und promovierte über die Evolution endemischer Schmetterlinge Sardiniens, lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin in Wien, ein wacher, analytischer Geist zeichnet sie ebenso aus wie ein verschmitzter Humor und eine Phantasie, die fast traumwandlerisch Grenzen verschiebt. Fachvokabular taucht in ihren Gedichten ebenso auf wie fremdsprachige Einsprengsel (bevorzugt aus dem Italienischen), Metaphern und Wortneuschöpfungen gesellen sich zu Lakonie, Sätze werden aufgebrochen und neu montiert, alles wirkt spielerisch (manche würden sagen: willkürlich), vieles bleibt dunkel oder verweist nur in wenigen Strichen auf anderes - und dennoch ist den Texten eine Genauigkeit eigen, die sich einer logischen Analyse ebenso entzieht wie einem Traumbewußtsein. Und quasi zwischendurch steht da und dort ein Text, der in seiner Schlichtheit wie Vieldeutigkeit aufhorchen läßt: "du wartest nicht mit dem Ausziehen / bis ich dir helfe den Knopf / im Schlupfloch zu finden // die Zeit hat ihren guten Geschmack / (bewiesen) kleidet sich eng / (nach der Mode) zeigt sich schlank / hält Diät: Brot und Wein". Es ist nicht leicht, sich in Grills Kosmos zurechtzufinden, es sei denn, man nimmt den Buchtitel als Wegweiser: Safari, innere Wildnis; dann lohnt sich die Reise.

Dantes "Divina Commedia" ist wohl eines der einflußreichsten Werke der Weltliteratur und hat seine Spuren in Dichtung, bildender Kunst, Kompo­sitionen (bis hin zu Metal Bands), Filmen und selbst in Comics und einem Computerspiel hinterlassen. Mit wie ein mensch der umdreht geht liegt nun die jüngste Adaption vor und ihr Untertitel dantes läuterungen reloaded zeigt, wohin und wie die Reise uns führt: es geht um eine zeitgemäße Adaptierung von Dantes Purgatorio, jener Wanderung über die sieben Terrassen der Todsünden zur Spitze des Läuterungsberges, und dies tut Barbara Hundegger (Jahrgang 1963, Vertreterin einer der Avantgarde zuzurechnenden Literatur und gleichzeitig politisch denkende Dichterin) auf verstörende und mit Fortlauf der Lektüre immer faszinierendere Art. Dante wird nicht nach-, sondern fortgeschrieben, und zwar in rhythmisierten Versen, manchmal in aphoristischer Kürze, dann wieder nah an erzählender oder philosophischer Prosa, durch die einzigen beiden Interpunktionen: und in Lese- und Denkfluß unterbrochen und damit neue Zusammenhänge eröffnend. Immer wieder treten - neben Beatrice - Frauen als Opfer und Mißbrauchte auf, denen gegenüber klerikale wie weltliche Machthaberer treten: "…wenn es nach ihnen / ginge: auf ewig hielten sie sich die / welt zum hund…" Hundeggers Urteil über unsere Zeit fällt mindestens ebenso vernichtend aus wie seinerzeit Dantes Verdikt, nur daß bei ihr der Weg den Berg hinab führt und nicht in einen verheißenen oder erhofften

Himmel: "…und immer heißt's: / nach nur noch einer kehre / kämen hütten und brunnen in / sicht / und: von jetzt an steige / sich's leicht / kam aber nicht". Mit dieser desillusionierenden Aussage endet Hundeggers Tour de Force durch die Abgründe menschlicher Denk- und Verhaltensweisen. Keine leichte Kost, aber eine - vor allem mehrmalige - Lektüre, die sich lohnt.

"Hinter dem Scheibenglas / sieht keiner / diesen Riss / der durch den Körper zieht // Wenn Nachtvögel / die Tage vertreiben / tauscht der Mond / seine Gedanken // Hinter dem Scheibenglas / sammelt sich Staub" - so lautet das Titelgedicht von Roswitha Klaushofers jüngster Sammlung von 39 Gedichten, und es beinhaltet einige der wesentlichsten Merkmale von Klaushofers Poesie: da sind die Kürze (das längste der Poeme hat 22 Zeilen, das kürzeste gerade einmal zwei) und die Verdichtung, die den Tonfall oftmals spröde und die Übergänge abrupt erscheinen lassen; da sind die Naturbilder (bevorzugt Staub, Hitze, Licht, Meer, diverse Bäume, Nacht); und da ist das allgegenwärtige Gefühl der Distanz (hier durch die Metapher des Fensterglases evoziert). Hinzu kommen ursprünglich farbige, im Buch aber nur schwarzweiß wiedergegebene Zeichnungen der Autorin, die mit wenigen Strichen Gesichter und Figuren entwirft, welche Einsamkeit und Isolation zum Ausdruck bringen. Klaushofer (geb. 1954) schreibt eine - trotz aller Kürze - melodiöse, bildhafte Lyrik, kein Wunder, daß etliche ihrer Gedichte vertont wurden (u.a von Wolfgang Danzmayer, Johannes Kotschy und Balduin Sulzer) und es immer wieder zur Zusammenarbeit mit bildenden KünstlerInnen kommt. Mit Hinter dem Scheibenglas liegt ein schmaler, durchkomponierter Band vor, der Klaushofer als Doppelbegabung vorstellt und Beachtung verdient.

Es ist immer spannend, wenn Poesie und bildende Kunst in einen Dialog treten, noch spannender, wenn nicht eine die andere illustriert, sondern ihr eigenständig gegenübertritt; dann kommt es zur gegenseitigen Bereicherung und, wenn man so will, Transzendierung des/der anderen. "Am Beginn standen ähnliche Biografien und das gemeinsame Gefühl, sich als Künstlerin nicht der Gesellschaft zugehörig zu fühlen, sondern dazu ›collagiert‹", liest man im Vorwort zu Gertraud Klemms (Wort) und Uta Heineckes (Bild) 25-teiligen Dialog der geschälte tag. "Ausgangspunkt war ein Tagebuchtext, dem Bilder folgten, denen wieder Texte folgten." Diese gegenseitige Durchdringung merkt man den Bildern und Gedichten an: sie greifen das Thema oder auch nur einen Aspekt des Gegenübers auf und führen weiter, was sie inspiriert hat. Das führt zu farbkräftigen, expressiven Bildern, die - entgegen der Behauptung der Lektorin im Nachwort - keineswegs abstrakt sind, sondern sehr konkret Elemente der Wirklichkeit (der Gedichte) aufgreifen und, siehe oben, die Einsamkeit und Ausgesetztheit des Individuums zum Thema machen; und zu ebenso expressiven, sprachexperimentellen Gedichten, die Frau- und Muttersein reflektieren: "wir frauen waten / knöcheltief / im stundenteig / der schiebt / ums eck, begräbt / maronibrater / kinderwägen / halbzerkautes / mohngebäck / in einer / bubenfaust … die ärmel krempelnd / härtet sich der nachmittag / zum schmalen trichter nacht / in den es alle / schwemmt". Ein gelungener Dialog in wunderschöner Aufmachung.

Was haben Rocksängerin Bonnie Tyler und Peter Handke miteinander zu schaffen? Wolfgang Pollanz weiß es. Pollanz, Jahrgang 1954, Herausgeber der edition kürbis und von pumpkin records, ausgewiesener Kenner der Popmusik und Weltreisender, hat sich in Unten am Fluss sechzig Songs vorgenommen, von Neil Young und Jacques Brel, Jimi Hendrix und Joni Mitchell, Radiohead und Donovan, den Rolling Stones, den Beatles und den Eels (um nur einige zu nennen), um deren Potenzial auszuloten. Dabei ging es ihm nicht um Nachdichtungen, Interpretationen oder gar Übersetzungen; was er schreibend untersuchte und die LeserInnen an diesem Prozeß teilhaben läßt, ist die Wirkung eines Titels, was dieser an Emotionen, Bildern und Erinnerungen auslöst. So erzählt er in "Old Brown Shoe" von einem linken Einzelschuh: "Jetzt hat er seine Heimstatt gefunden, dort hinten, wo keiner ihn beachtet / und er in Ruhe träumen kann / von den Wegen seines Lebens -." Und in "She Belongs To You" liest man erschrocken: "Seit Neuestem gehört mir noch ein Hüftgelenk, / es ist aus Titan und ist das, / was einmal von mir übrig sein wird." Die Stärke dieser Texte ist ihr lakonischer, unprätentiöser, nah an erzählender Prosa angesiedelter Tonfall, dem Pathos und Larmo­yanz fremd sind, auch und gerade wenn es ums Letzte geht: "Kairos, der Augenblick, das Jetzt, / ist eigentlich alles, was zählen sollte. // Doch ständig beschäftigen wir uns / mit Chronos und der Vergänglichkeit. // Dabei gibt es auch noch Aion, / der uns umklammert für immer." Was aber haben nun Tyler und Handke miteinander zu tun? Lesen Sie selber nach!

Melancholie und Nachdenklichkeit zeichnen die Gedichte Hans Raimunds aus, keine gute Voraussetzung, um in einem immer schriller werdenden Literaturzirkus Gehör zu finden. Und so ist und bleibt Raimund ein stiller, im eigenen Schatten stehender Dichter, den es, trotz etlicher Preise und seiner bald 70 Jahre, noch zu entdecken gilt. Auf einem Teppich aus Luft könnte daran etwas ändern - sofern die Literaturwelt will. Und das darf bezweifelt werden, denn zur Lektüre von Raimunds Gedichten braucht es den "langen geduldigen Blick" und die Bereitschaft, sich auf seine persön­lichen Erinnerungen und das genaue Hinsehen auf scheinbar Nebensächliches einzulassen. Vor allem aber sollte man die Gedichte laut lesen, um ihren Rhythmus und Klang wahrnehmen und genießen zu können, und dabei seiner eigenwilligen Interpunktion folgen (viele Gedankenstrich und Punkte, die zum Innehalten zwingen, sowie fehlende, durch Leerstellen ersetzte Beistriche). Die mit abgedruckten englischen Übersetzungen belegen übrigens - selbst dort, wo sie gut gemacht sind - die Unmöglichkeit, Raimunds Gedichte in eine andere Sprache zu übertragen: fast alles, was ihre Qualität ausmacht, vor allem ihre Musikalität, geht dabei verloren. So wird es, fürchte ich, weiter still bleiben um Hans Raimund; aber ich glaube, das ist ihm durchaus recht. Jedenfalls weiß er um seine Rolle als Dichter der Musik und Stille Bescheid: "Du verdirbst dir selbst das Spiel // Weißt du kannst nichts / Anderes als / Wörter machen // Und verschlägst dir selbst die Rede."

Auf eine ganz eigene Art von Reisen nimmt uns Evelyn Schlag (geb. 1952) in ihrem jüngsten Buch verlangsamte raserei mit: Zwar finden wir uns mit ihr beim New-York-City-Marathon ein und im Salon Gitti, stehen vor einer Kirche in Košice oder begehen "reisewege der wirtschaft", aber das alles sind Orte - auch wenn Begegnungen mit ihnen autobiographisch begründet sein mögen - bzw. Anlässe, um Themen wie Kindheit, Krankheit, aber auch Politik und Wirtschaft zu behandeln. In acht Zyklen sind 74 strophig gebaute, formal streng konzipierte Gedichte versammelt, die allerdings in ihrem Anspielungsreichtum, mit den sparsam eingesetzten, neue Verstehenshorizonte eröffnenden Interpunktionen und Wortneuschöpfungen hohe Anforderungen an die LeserInnen stellen. Diese Gedichte müssen mehrmals gelesen werden, und zwar langsam, dem Buchtitel Folge leistend, dann entfalten sie ihre Schönheit, geben etwas - aber nicht alles - von ihrem Geheimnis preis und zeigen bisweilen einen fast grimmigen Humor und große Melancholie: "ich will wissen dass ich schlafe nicht träumen / dass ich wach bin", heißt es etwa im Gedicht "schengenraum", und in "tote pose" lesen wir: "wir brauchen biere und auf bizeps einen reim. // scheißspeichelproben. redefluss. die addition / der nebenwirkungen ergibt schon ein syndrom. / manchmal vergreifen wir uns mit dem tiefen ton." Das Gegenteil wäre der hohe Ton; aber der ist Evelyn Schlag ebenso fremd wie Pathos oder eine schnelle Lektüre. Sie ist eine Querdenkerin, irgendwelchen literarischen Moden abhold, und folgerichtigerweise versammelt ihr jüngster Lyrikband Anti-Zeitgeist-Gedichte.

René Steininger, 1970 in Paris geborener, seit 2006 in Wien lebender Schriftsteller, Philosoph und Lehrer, legt mit In Margine ("Am Rand") ein Kompendium von Gedichten, Prosagedichten und Kurzprosa vor, die sich, in vier Teilen angeordnet (aer, ignis, aqua, terra), Pflanzen und Tieren widmen, und er tut dies in verschiedenen Tonlagen - einmal nachdenklich, kühl sezierend, einmal sarkstisch, dann wieder schelmisch oder märchenhaft - und in diversen poetischen Formen (so gibt es neben dem freien Vers auch Tanka und Ghasel). Viele der Texte lassen sich gut als Rätsel lesen (die "Auflösung" findet sich stets am unteren Seitenende), aber auch als Mahnung, ohne dabei ins Moralisieren abzugleiten, wie das Krabbenspinnen-Gedicht zeigt: "Sie erinnert / die Erde / an die Kindheit / und verwandelt / das Zittern / eines Spinnennetzes / in Wellen / eines verschwundenen / Ozeans". Am stärksten sind Steiningers Gedichte dann, wenn sie ohne Umschweife, ohne sich und anderen etwas beweisen zu müssen, einen Gedanken auf den Punkt bringen und ihre LeserInnen erstaunt oder erschrocken innehalten lassen: "Grimmen Blicks / auf jeden Hinterhalt / im Wald / gefasst // So sterben / Cäsaren / in Erwartung / des sicheren Verrats // Der Klaue / des Henkers / erstaunt die Hand / gereicht…" ("Berggorilla").

Zum Abschluß eine der spannendsten Neuerscheinung des Jahres: Großformatig und opulent kommt sie daher und birgt dabei fragile Kurz- und Kürzestgedichte sowie zarte, dem Augen-Blick verpflichtete, skizzenartige Zeichnungen. Für fug und schatten haben sich Gerlinde Weinmüller (Wort) und Karl Hartwig Kaltner (Bild) zusammengetan, um in einen Dialog zu treten, bei dem es ihnen gelungen ist, Bilder und Texte einerseits für sich bestehen und andererseits auf einander Bezug nehmen zu lassen und dabei neue (Verstehens-)Horizonte zu eröffnen. Kaltners Zeichnungen fußen auf stunden- und tagelangen Wanderungen durchs Gebirge und zeigen bisweilen bizarre Formen bis hin zur Abstraktion; Weinmüllers Gedichte von oftmals aphoristischer Kürze loten diese Landschaften aus und dringen in manchmal philosophische oder gar theologische Gefilde vor. So heißt es in "sichtbar" (bezogen auf eine der abstrakten Zeichnungen): "fixierte kohle / gebündelte Asche // der tod ins bild / gebracht"; und Identitätsfindung erhält in Weinmüllers Worten neue Facetten: "zwischen / passhöhen und engpässen / sich belichten lassen / von der sanftheit der / schatten". Weinmüllers Texte sind meist karg wie Kaltners zur An-Schauung gebrachte Welt und dabei hoch poetisch. Dies gelingt, weil sie beide den Weg der Reduktion gehen, den das Gedicht "versuch" mit nur sechs Worten beschreibt: "nur im andeuten / wird / deutung // möglich".

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.rezensionen-online.at Die Literaturdatenbank des Österreichischen BibliotheksWerks - Medium]

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