Bombenfest von Volker W. Degener, 2016, KlakBombenfest.
Jugendroman von Volker W. Degener (2016, Klak-Verlag).
Besprechung von JD aus der NRZ vom 13.07.2016:

Mit einem Bein tief im Drogensumpf

Es gibt nicht viele Krimis über Jugendliche, für Jugendliche. Offenbar lassen sich Autoren von der Schwierigkeit abschrecken, nicht nur eine spannungsgeladene Geschichte zu erzählen, sondern zugleich auch authentische Einblicke in die Lebenswelt des Zwischenalters zu geben, in dem Menschen weder Kinder noch erwachsen sind.

Dem Herner Autor Volker W. Degener ist das schon mehr als einmal gelungen; sein neuer Roman „Bombenfest“ aber setzt eine neue Marke auf dem schmalen Feld: So präzise ist die Jugendsprache in einem Krimi wohl noch nicht aufgenommen worden, ohne peinliche Ranschmeiße, dafür sehr authentisch.

Es geht um den vierzehnjährigen Andy, der schon länger nicht mehr regelmäßig zur Schule geht. Wenn seine Mutter in der Küche sagt, sie brauche den Cognac fürs Fleisch, denkt Andy: „Für dein Fleisch“.

Irgendwann wird sie zusammenbrechen und Andy so mutterseelenallein sein, wie er sich von Anfang an fühlt. Das ist das Einfallstor einer Bande von Drogendealern, die Andy mit ihrer Coolness, ihrem schwarzen Wrangler-Jeep und einem „Ausflug“ nach Amsterdam beeindrucken. Wie er sich dagegen wehrt, in ihre dreckigen Geschäfte hineingezogen zu werden, das ist viel beeindruckender. Und: Spannend!

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