Blume ist Kind von Wiese: oder Deutsch ist meine neue Zunge.
Buch von Helga Glantschnig (1996, Herder, Vorwort von Ernst Jandl)
Besprechung von Helga Ebner aus Rezensionen-online *UK*:

Wie sehen und erleben Kinder ihr unmittelbares Umfeld? Welche sprachlichen Mittel stehen ihnen zur Verfügung, die individuell sehr unterschiedlichen Eindrücke zum Ausdruck zu bringen? Diese Fragen stellen sich umso mehr, wenn es sich um Kinder nicht deutscher Muttersprache handelt. Die Sichtweisen sind vielfach von der Kultur des jeweiligen Herkunftslandes bestimmt, aber auch vom Milieu und den Lebensbedingungen des Gastlandes; die sprachlichen Mittel reduzieren sich auf das, was man sich im Gastland eher zufällig oder in Deutschkursen angeeignet hat, die Ausdrucksmöglichkeiten bleiben eingeschränkt. Das zeigt sich sehr eindrucksvoll in den Definitionen sieben- bis elfjähriger Ausländerkinder, die Helga Glantschnig, Pädagogikdozentin mit literarischen Ambitionen, in diesem schmalen Bändchen veröffentlicht hat. Mit geradezu poetisch anmutenden sprachlichen Bildern geben sie Einblick in die Lebenswelt der Kinder, deren "neue Zunge" Deutsch ist. Eine anregende Lektüre für Pädagogen, die viel mit Kindern nicht deutscher Muttersprache zu tun haben.

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