Balladen von den blauen Fenstern.
Gedichte von Pablo Neruda (2001, Luchterhand, spanisch/deutsch - Übertragung Fritz Rudolf Fries).
Besprechung von Diana Garcia Simon in Bücher zu Lateinamerika 2001:

In einer kleinen chilenischen Stadt Temuco, anno 1919 oder 1920, versüßt sich ein Schüler den sehr theoretischen Chemieunterricht mit einem Gedicht, das er gerade niedergeschrieben hat. Der von Weltschmerz geplagte Poet ist gerade mal fünfzehn Jahre alt und fühlt sich sowohl vom literarischen als auch vom Liebesleben schon besiegt: Ricardo Eliazer Neftalí Reyes Basualto, besser bekannt als  Pablo Neruda

Einige Jahre nach seinem Tod (1973) fand man die verschollenen Papiere auf einem Dachboden, 1980 wurden sie im Auktionhaus Sotheby´s versteigert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es handelte sich immer noch um ein Manuskript, aus dem sehr bald ein Buch wurde.

Die Themen folgen denen des Modernismus und der Dekadenz, Tendenzen von der er sich bald entfernte (Eines Nachmittags hab ich dich geträumt... S. 25), manche Gedichte ähneln einem Tango, dem er sich später sich angenähert hat. (Seit du gegangen bist, S. 20).

Die Übertragung von Fritz Rudolf Fries ist dieser Liebe würdig.

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