Aprilwetter.
Roman von Thommie Bayer (2009, Piper).
Besprechung von Caro Wiesauer aus Kurier, Wien, vom 22.5.2009:

Drei Herzen im Gleichtakt doch eines schlägt aus
In seiner "kurzen Geschichte vom Glück" (nominiert für den Buchpreis 2007) ließ er einen Lottomillionär ganz schön arm aussehen.

Jetzt widmet sich der Autor, Maler und Liedermacher einem anderen Glücksspiel: Dem der Liebe. Und will damit, schnörkellos, aber mit viel Witz und Einfühlungsvermögen, zeigen, dass zum Glück nicht unbedingt zwei gehören. Es können auch drei sein. Und dass das Glück entfliehen kann, wenn man vor ihm flieht; dass offene Worte - und sei es, dass sie einen ins Unglück stürzen - besser sind als Schweigen, das ins Nichts führt.

Nun ist die Ménage à trois an sich ja keine Neuerfindung in der Buch-, Film- und Theaterwelt. Aber wie bei jeder "normalen" Liebesgeschichte kommt es eben darauf an, was sie hergibt.

Bayers "Aprilwetter" gibt eine Menge her. Es gehört zu den Romanen, die man schnell lesen kann, ohne dabei unterfordert zu sein.

Daniel und Benno, zwei Vollblutmusiker, sind ein Herz und eine Seele. Christine kommt dazu. Eine platonische Dreiecksbeziehung entsteht. Dafür leidet die Beziehung zwischen Daniel und Benno. Letzterer begibt sich für vierzehn Jahre als Tour-Musiker nach Amerika. Doch kurz, bevor er abstürzt, wendet sich das Blatt ...

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