Am Ende ein Anfang.
Roman von Barbara Bronnen (2006, Arche Verlag).
Besprechung von Martina Lainer aus Rezensionen-online *bn*, 2006:

Die erfolgreiche Suche nach der verlorenen Liebe. (DR)

Vor 30 Jahren lebten sie eine leidenschaftliche Liebe aus, Johannes, der auch beim anderen Geschlecht überaus erfolgreiche Verlagsleiter, und Charlotte, die begabte und bereits mit Julian, ihrem späteren Ehemann, liierte Fotografin. Eine flüchtige Begegnung auf dem Bahnhof ist der Anfang einer Beziehung, die vorsichtig und tastend zu reifen beginnt. Zwei Leben wollen wieder zusammenfinden, sie haben viel, woran sie anknüpfen können, sie haben aber noch mehr, das sie trennt. Johannes Frauenaffären beeinflussen auch jetzt noch seinen Alltag, unerwartet wird er Vater, wo andere Großpapa werden. Währenddessen hat Charlotte ein fast bieder wirkendes Ehe- und Familienleben geführt. Von den Erfolgen ihrer Arbeit zehrt sie ebenso wie von der Beziehung zu ihrer Tochter und Enkelin. In den Briefen, die sie sich etwas mehr als ein halbes Jahr lang von Anfang August 2005 bis Ende März 2006 schreiben, rechnen sie ab, klären sie Fronten, probieren sich als Mann und Frau neu zu begehren und zu verstehen. Sie sehen in die Zukunft und formulieren, was sie sich vom Leben noch erwarten. Und siehe, es ist Platz für den anderen, die andere da. - Barbara Bronnen findet offene Worte für ihre gealterten Protagonisten und lässt sie dabei jung aussehen. Über Peinlichkeiten lernen sie zu reden, genauso wie die Erinnerungen ihnen das Austauschen leicht machen.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter WOZ Die Literaturdatenbank des Österreichischen BibliotheksWerks-Medium]

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