Alles für ein bisschen Ruhm.
Roman von Alfred Hayes, (2016, Nagel&Kimche - Übertragung Matthias Fienbork).
Besprechung von hei in der WAZ vom 01.September 2016:

Seifenblasen

Eine junge Frau in Hollywood verstrickt sich in ihre Sehnsüchte, ein desillusionierter Drehbuchschreiber nimmt sich ihrer an, zunächst ganz praktisch, indem er sie bei einer Strandparty aus dem Meer rettet. Aufstieg und Fall dieser Gelegenheitsliebe zeichnet der Roman "Alles für ein bisschen Ruhm" des Briten Alfred Hayes (1911-1985) treffsicher nach, das Zögern, die Langeweile, die trotzige Anziehung. Zugleich spielt er mit den Seifenblasen der schillernden Traumfabrik, lässt sie steigen und platzen, stets im nüchternen Tonfall des Drehbucherzählers. Wäre da nicht das altmodische Datingverfahren, die kindliche Abhängigkeit der Protagonistin (wobei man dies noch ihrer psychischen Instabilität zuschreiben könnte), man könnte das Werk für modern halten. Es stammt aber aus dem Jahr 1958: eine weitere Entdeckung, die uns nach Hayes' spätem Erfolg "In Love" erfreut.

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