Alice von Judith Hermann, 2009, S.Fischer1.) - 4.)

Alice.
Erzählungen
von Judith Hermann (2009, S. Fischer).
Besprechung von Jobst-Ulrich Brand aus dem FOCUS, 1.5.2009:

Das Sterben der Männer
Die Berliner Erfolgsautorin erzählt in ihrem neuen Buch „Alice“ von Krankheit und Tod – und unseren Schwierigkeiten, damit umzugehen.

Und wieder hat sie sich Zeit gelassen, sehr viel Zeit. Sechs Jahre sind vergangen seit dem letzten Buch von Judith Hermann, sechs Jahre des Wartens für ihre Leser, ihre Fans. Wenig hat sie von sich hören lassen in diesen Jahren: Mal ein Auftritt, mal ein Zeitungsbeitrag, ansonsten Funkstille. Am Montag nun werden neue Erzählungen von ihr erscheinen, unter dem Titel „Alice“ im S. Fischer-Verlag. Fünf Kurzgeschichten sind es, zusammen gerade mal 190 Seiten, die aber doch belegen, dass die 1970 geborene Berlinerin zu den herausragenden Autoren des Landes gehört. Nach wie vor.

Judith Hermann ist gelassen geblieben in diesen sechs Jahren. Ganz anders als nach ihrem Debüt „Sommerhaus, später“ von 1998, das sich so kolossal gut verkaufte. Damals fiel es ihr ungeheuer schwer, an den Erfolg anzuknüpfen. Damals versuchte sie, sich die Naivität des Anfangs zu erhalten, doch so recht wollte das nicht gelingen. Das Lob der Kritiker und den Erfolg bei den Lesern hatte sie als ungeheuren Erwartungsdruck empfunden, von dem sie sich nur befreien konnte, indem sie sich Zeit ließ für neue Texte.

Die Helden sind erwachsen geworden

Nur unter großen Bedenken konnte sie damals überhaupt weiterschreiben. „Ich habe unwillkürlich alle Sätze abschätzen müssen, ob denn in ihnen die ‚unverwechselbare Stimme‘ zu vernehmen sei, von der die Rezensionen geschwärmt hatten“, gestand sie in einem FOCUS-Interview, „und natürlich fand ich sie erst nicht.“ 2003 erschien dann „Nichts als Gespenster“ – und die neuen Erzählungen belegten einen Entwicklungsprozess. Ihre Helden waren erwachsener geworden, reifer. In „Sommerhaus, später“ stand ihnen die Welt noch offen, da spielten sie noch mit den unzähligen Möglichkeiten, die sich ihnen boten. Doch nun mussten sie sich entscheiden – und es stimmte sie traurig, dass Entscheidungen einem keine Wahl lassen.

„Nichts als Gespenster“ wurde zwar weniger enthusiastisch aufgenommen von den Kritikern, aber dennoch zu einem herausragenden Publikumserfolg. Und es hat Judith Hermann bestärkt in ihrem Verfahren, abzuwarten, bis sich neue Themen, neue Geschichten wie von selbst ergeben. Diesmal hat sie sich nicht unter Druck setzen lassen, diesmal hat sie einfach geschrieben, auch wenn sie selber wusste, dass sie das meiste davon niemals veröffentlichen würde.

Wohin mit der heimatlosen Trauer?

Das Thema des neuen Buches wurde ihr dann vom Leben diktiert: Ein Freund, der Literaturkritiker und Autor Reinhard Baumgart, starb 2003, plötzlich und unerwartet. „Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ein Freund starb“, erzählt sie. „Und ich war überhaupt nicht darauf vorbereitet. Es war wie eine heimatlose Trauer, ich wusste gar nicht, wohin damit. Es ist, als wäre der Tod von Reinhard Baumgart wie der Schlüssel für dieses Buch gewesen, als hätte ich versucht, eine Verortung zu finden, indem ich davon schreibe.“

Konsequent erzählen die fünf Geschichten von Abschied und Verlust – und Judith Hermanns karge, feinsinnige Art des Erzählens, die schon die beiden vorangegangenen Bücher ausgezeichnet hat, erweist sich hier als besonders stimmig. Verbunden sind die Geschichten durch eine gemeinsame Hauptfigur, die Alice des Titels, und durch wiederkehrende Motive und Bilder. In jeder Geschichte stirbt ein Mann, einer, der Alice besonders nahe stand: der ehemalige Geliebte, der alte und lebenserfahrene Freund, der Gefährte, dessen Nachlass nun geordnet werden muss.

Ein trauriges Buch und ein kluges

Mal kommt der Tod überraschend, mal ist das Sterben ein zäher Kampf. Zurück bleiben Dinge und Erinnerungen – und die Möglichkeit, den Verstorbenen durchs Erzählen in der Gegenwart zu halten. „Es geht eigentlich in den Geschichten weniger um die, die sterben, als um die, die zurückbleiben“, sagt Judith Hermann, „und um den ganz banalen Alltag, der stattfindet, während jemand stirbt.

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Alice von Judith Hermann, 2009, S.Fischer2.)

Alice.
Erzählungen
von Judith Hermann (2009, S. Fischer).
Besprechung
von Gudrun Norbisrath in der WAZ, vom 5.5.2009:

Judith Hermann: Alice im Totenland
Nach langem, literarischen Schweigen ist sie zurück: Die Autorin Judith Hermann hat ein neues Buch herausgebracht. "Alice" ist besser als alles, was sie je geschrieben hat. Fünf Erzählungen über den Tod.

Sie galt einmal als Superstar der deutschen Literatur, als das sehnlich erwartete junge Genie. Das war 1998, als Judith Hermann, gerade 28 Jahre alt, ihren ersten Erzählungsband „Sommerhaus, später” veröffentlicht hatte. Das Buch war bemerkenswert, doch die Begeisterung, die es weckte, trug peinliche Züge; ein älterer Literaturkritiker machte umgehend eine „hervorragende Autorin” aus, ein anderer vernahm allen Ernstes den „Sound einer Generation“.

Allerdings war der Band mit 250 000 verkauften Exemplaren und Übersetzungen in 17 Sprachen einer der größten deutschen Bucherfolge der letzten Jahre.

Dann passierte lange nichts; Judith Hermann bekannte in Interviews erfreulich offen, sie leide unter dem Erwartungsdruck.

Fünf Jahre später dann neue Erzählungen. Miserabel. Unklar, leidenschaftslos, auf ärgerliche Weise abgeklärt, das war „Nichts als Gespenster.” Und wieder verschwand Judith Hermann; das junge Genie war inzwischen Daniel Kehlmann, „Die Vermessung der Welt” erreichte ganz neue Verkaufserfolge. 1,4 Millionen Exemplare allein in deutscher Sprache.

Langes Schweigen

Jetzt kehrt Kehlmanns leise Schwester aus ihrem langen literarischen Schweigen zurück und macht dem lärmend gefeierten Meister den Rang streitig. Nicht einfach so und allgemein, sondern in exakt der literarischen Form, die Kehlmann vorgeführt und angeblich kreiert hat: Erzählungen, deren Inhalte einander kreuzen; in denen die Protagonisten der anderen, scheinbar abgeschlossenen Texte mäandern, ein Roman in Stücken. Aber was bei Kehlmann formal und artistisch wirkt, ist bei Judith Hermann eine seelenstarke, überzeugende Gratwanderung: Sie erzählt in ungewöhnlicher Weise von allgemeinen Erfahrungen.

Alice, handelnde und erleidende Figur der fünf Erzählungen, erfährt den Tod in unterschiedlicher Intensität. Freunde, ein Verwandter, der Lebensgefährte. Es ist ein sanftes, wütendes Buch, voll stiller Reflexion und klagendem Aufbegehren; gegen die Unabänderlichkeit, gegen die Normalität, die das Sterben zudeckt mit Gleichmut. Gegen die eigene Lethargie und Unfähigkeit, gegen einen Alltag, der das Alltagserlebnis Tod gleichmütig mit Erde bewirft.

Nicht nur Erinnerung

Micha. Seine Frau bittet Alice, seine Exfreundin, ihr am Totenbett beizustehen, und sei es, um das Kind zu beruhigen. Eine fragende Geschichte, in der Zweifel am Umgang der Menschen miteinander schwingen.

Conrad. Wohl auch ein Verflossener, aber ganz anders, nicht nur, weil er viel älter ist als Alice. Er hat sie eingeladen, ihn am Gardasee zu besuchen, und sie kommt in einer äußerst prekären Dreierbeziehung, mit einer androgynen Freundin und einem Mann, in den sie angeblich beide nicht verliebt sind. Conrads Tod ist eher ein melancholischer Scherz Gottes; niemand hat ihn erwartet, und dass die Gäste vor allem saufen und Sex haben, während er geht, ist nicht mal tragisch. Er hatte nichts mehr zu sagen und hätte ihnen den Spaß gegönnt.

Richard. Stilles, verzweifeltes Warten auf den Tod eines Menschen, den man gern hat.

Malte. Der Onkel, von dem Alice mehr wissen möchte, als dass er schwul war und sich als junger Mann das Leben genommen hat.

Und Raymond. Den wir aus anderen Geschichten kennen, dessen Tod Alice weniger akzeptieren kann als den der anderen. Er lebt, für sie. Darum wohl wurde dieses Buch geschrieben: um dieser starken, letzten Erkenntnis willen, dass die Toten nicht verschwinden, auch nicht bloß weiterleben in unserer Erinnerung. Dass sie vorhanden sind, in unserer Lebenswelt, als Schatten.

Ein starkes Buch. Ein bewegendes Buch.

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Alice von Judith Hermann, 2009, S.Fischer3.)

Alice.
Erzählungen
von Judith Hermann (2009, S. Fischer).
Besprechung von Harald Loch aus den Nürnberger Nachrichten vom 5.05.2009:

Judith Hermann liest in Nürnberg
Über die Liebe im Angesicht des Todes: In "Alice" hat die Autorin ihr Thema gefunden

Der Tod steht im Mittelpunkt des neuen Erzählbandes von Judith Hermann. Am 28. Mai, 20 Uhr, stellt die Schriftstellerin ihr Buch mit dem Titel «Alice« im Literaturhaus in Nürnberg vor.

Variationen über den unwiederbringlichen Verlust eines geliebten Menschen: Endlich hat Judith Hermann in «Alice« ihr Thema gefunden. Dass sie die Details des Lebens genau beobachtet und in einem unverwechselbaren, auch den Nachhall bedenkenden Ton davon erzählen kann, wissen wir seit ihrem ersten Buch «Sommerhaus später«.

Seit diesem sensationellen Debüt erwarten alle den großen Wurf. Vor sechs Jahren erschienen dann weitere Erzählungen: «Nichts als Gespenster«. In ihnen setzte sie den Verzicht auf einen bürgerlichen Lebenslauf ihrer Figuren fort. Mehr als das Notwendigste erfuhr man nicht über sie, wenn sie etwa auf Island Urlaub machten. Das hatte System, das blieb Judith Hermanns Handschrift, war aber dem Alltagsthema nicht immer angemessen. Je banaler der erzählte Ausschnitt ist, desto eher braucht der Leser die Lebenskoordinaten der Menschen, von denen erzählt wird.

Der Tod als Lebensmittelpunkt

In ihrem lange erwarteten dritten Buch hat Judith Hermann diese Reduktion der Protagonisten auf das unmittelbare Geschehen nicht aufgegeben. Aber sie hat mit dem Tod den Lebensmittelpunkt ihrer Prosa gefunden, der in seiner existenziellen Wucht und Einzigartigkeit das Aussparen biografischer Vergangenheiten der schwer getroffenen Personen geradezu verlangt. «Alice« ist nicht der Roman, den viele erwartet hatten. Es sind fünf, von der Titelheldin und einigen der Partnerfiguren zusammengehaltene einzelne Erzählungen, in denen jeweils ein Mann stirbt.

Die Autorin variiert fünfmal die Todesarten, sie verändert die Perspektive der Betroffenheit - mal ist Alice selbst die Hinterbliebene, mal sind die Trauernden Freunde, mal hat der Onkel schon vor Alice’ Geburt den Freitod gewählt und sie trifft vierzig Jahre später dessen damaligen Geliebten.

Aber Hermann behält ihren Ton in allen fünf Teilen bei. Sie brennt kein sprachliches Gedenkfeuerwerk ab, vermeidet jede schändliche Eleganz an der Oberfläche, entwickelt Tonarten nicht für ein Requiem, sondern für die schreckliche Normalität des Verlustes, den jeder Todesfall für die Hinterbliebenen bedeutet.

Unerträgliche Einmaligkeit

Hier ist es Alice, die diese Normalität der condition humaine annimmt, ohne irgendeine Routine für ihre Bewältigung zu entwickeln. Der Leser wird eigene Erfahrungen gemacht haben. Judith Hermann erzählt von denen einer erfundenen Figur mit hoher Intensität. Sie löst den Widerspruch zwischen der geradezu alltäglichen Zwangsläufigkeit des Todes und der unerträglichen Einmaligkeit des Verlustes nicht auf. Sie tröstet nicht, weil es ihr nicht um die Trauer geht, sondern um das Verlieren eines geliebten Menschen.

In Wahrheit schreibt sie über die Liebe im Angesicht ihrer Beendigung durch den Tod: fünf Liebesgeschichten und ihr Verwehen. «Nein, nach Malte kam niemand mehr, nur noch die eine oder andere körperliche Geschichte, aber das ist etwas ganz anderes. Er schien es, am Ende, nicht bemerkenswert zu finden, dass nach Malte niemand mehr gekommen ist.« Das sagte Friedrich vier Jahrzehnte nach Onkel Maltes Tod!

Die vollständige Rezension mit Abb. finden Sie in den Nürnberger Nachrichten.

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Alice von Judith Hermann, 2009, S.Fischer4.)

Alice.
Erzählungen
von Judith Hermann (2009, S. Fischer).
Besprechung von Julia Emmrich in der Westf. Rundschau, 06.05.2009:

Judith Hermann: Immer noch ein bisschen blutarm
Das neue Buch von Judith Hermann "Alice" interessiert sich für das Warten auf den Tod und das Abschiednehmen

Sechs Jahre hat sie sich Zeit gelassen: In dieser Woche ist Judith Hermanns neuer Erzählband erschienen. Ein enger Verwandter der beiden ersten ist er geworden, ein Buch, das über weite Strecken an niedrigem Blutdruck und hoher Empfindsamkeit leidet. Leidet? Es lebt davon.

Judith Hermann war 28 Jahre alt, als ihr Debüt „Sommerhaus, später” den deutschen Literaturbetrieb um den Verstand brachte: Die einen knieten vor dem extrem lakonisch erzählenden „Fräuleinwunder” nieder, die anderen bekamen innere Blutungen angesichts der antriebsarmen Spätzwanziger, die sich durch die Erzählungen langweilten. Dann kam eine Weile nichts.

Mal Fräuleinwunder, mal Eintagsfliege

„Wir wollen einen Roman!” flehte die Fangemeinde, doch Judith Hermann lieferte bloß mehr vom selben: 2003 erschien der Erzählband „Nichts als Gespenster”, verfilmt mit August Diehl und Fritzi Haberlandt. Sechs Jahre ist das her. Und es gab nicht wenige, die Judith Hermann längst in die Kategorie „Eintagsfliege” sortiert hatten. Doch jetzt ist die 38-Jährige wieder da: Mit fünf Erzählungen, die sich alle um die Titelfigur Alice drehen.

„Hallo, da bist du ja wieder”, denkt man und murmelt: „Immer noch in Berlin? Immer noch ein bisschen blutarm, dafür empfindungsreich?” Frauen wie Alice liefen schon durch die ersten beiden Hermann-Bücher. Und auch am Erzählstil hat sich wenig geändert: Der Leser wird noch immer zur Kurzsichtigkeit verdammt. Er hat nichts als Alice und ihren Blick auf die nächsten Dinge um sie herum. Er geht mit ihr baden, einkaufen, tanken. Aber er weiß nichts über ihre Lebensumstände, unmöglich wäre es auch, einen Steckbrief zu verfassen. Das einzige: Früher haben diese Alice-artigen Menschen geraucht, das tut Alice jetzt nicht mehr. Ihr Blutdruck dagegen ist immer noch extrem niedrig.

Absehbares Echo

Kein Wunder, dass in den Erzählungen mehr geschlafen wird als geredet. Trotzdem wirkt diese Alice immer müde - nicht erschöpft von einem wilden Leben, sondern weil ihr etwas wichtiges fehlt. Sauerstoff, möchte man meinen. Irgendetwas, das sie tief Luft holen und loslegen ließe. Stattdessen muss Alice in allen fünf Texten um Sterbende und Tote kreisen - und weiterleben.

Das Echo auf diesen erzählerischen Kniff ist absehbar: Aha, Judith Hermann ist erwachsen geworden, endlich ist Schluss mit dem Sommerhaus-Geplätscher, die großen Themen des Lebens kommen jetzt an die Reihe. Und man kann nur froh sein, dass sie es nicht macht wie viele ihrer Schriftstellerkollegen, die jetzt auf die vierzig zugehen und auf einmal das andere große Lebensthema entdecken, das vom Anfang, vom Kinderkriegen und Elternsein.

Warten auf den Tod

Gleich in der ersten Erzählung liegt Micha in einem Krankenhaus in Zweibrücken im Sterben. Alice hat Micha einmal geliebt, jetzt sitzt sie mit seiner Ehefrau und deren Kind in einer Ferienwohnung im Souterrain und wartet. „Aber Micha starb nicht.” Das ist der erste Satz des Buches. Und mit ihm ist viel über Judith Hermanns Stil gesagt: Sie interessiert sich nicht für Herkunft, Geschichte, Status ihrer Figuren. Sie interessiert sich für Befindlichkeiten in Moll, für das Warten auf den Tod, für das Abschiednehmen, für das Weiterleben danach.

Der Tod ist hier keine Tragödie, niemand schluchzt, schreit oder bricht zusammen. Große Affekte kennt keine der Hermann-Figuren. Der Tod ist vielmehr ein Vorgang, der sich nicht fassen lässt - und das sichtbar zu machen, ohne große Geste, das ist Hermanns Stärke.

Eine Grundmelodie namens Verlust

In der letzten Erzählung räumt Alice die Habseligkeiten ihres verstorbenen Freundes auf, verschenkt das Auto, geht ins Freibad, schläft am Beckenrand ein und läuft wieder nach Hause. Jede Szene eine Variation auf die Grundmelodie namens Verlust. Nur im Schlaf ist die Verwundung nicht zu spüren, „eine ganze kostbare Stunde lang”.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie in www.westfaelische-rundschau.de]

Leseprobe I Buchbestellung 0509 LYRIKwelt © Westf.Rundschau