Zweihundert Jahre zusammen.
Buch von Alexander Solschenizyn (2002, Herbig-Verlagsbuchhandlung).
Besprechung von Sabine Dultz im Münchner Merkur, 20.12.2002:

Nicht nach der Lüge leben
Alexander Solschenizyn über die russisch-jüdische Geschichte

Er ist der großartige Chronist der Geschichte seines Landes, der einstigen Sowjetunion: Alexander Solschenizyn. Acht Jahre seines Lebens hat der Schriftsteller im Zwangslager, anschließend drei Jahre in der Verbannung verbracht. Die Erlebnisse hat er literarisch verarbeitet.

Die Welt kennt seine Werke, kennt den "Tag im Leben des Iwan Denissowitsch", kennt den "Archipel Gulag".

Jetzt hat der Literaturnobelpreisträger den ersten Band seiner Aufsehen erregenden, historischen Dokumentation über die russisch-jüdische Geschichte vorgelegt. Sie umfasst die Jahre 1795-1916.

Das Ergebnis: eine spannende Darstellung der wechselseitigen Beziehungen, ein interessantes Defilee großer Persönlichkeiten, eine Korrektur der offiziellen Vergangenheit in wesentlichen Punkten.

Solschenizyns Credo, das ihm nicht nur im totalitären Sowjet-Regime Probleme bereitete, macht er auch in seinem jüngsten Werk geltend: "Nicht nach der Lüge leben!"

Was diese neue Arbeit so bedeutend macht: Das ist der Mut des Autors. Er will nicht spalten, "deshalb tauche ich in die Ereignisse ein, nicht in eine Polemik".

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