A.J.Weigoni, Foto: Thomas SuderLiteratur im elektronischen Zeitalter
„Das Gespräch ist meiner Ansicht nach, die lohnenste und natürlichste Übung unseres Geistes. Keine andere Lebensbestätigung macht mir so viel Freude,“ bemerkte Michel de Montaigne in seinen Essais. Meine Beziehung zu A.J. Weigoni wird weiterhin durch die geheime Abmachung geprägt, sich nie zu nahe zu treten; dahinter steht ein Selbstverständnis, das Heinrich von Kleist folgendermaßen ausgedrückt habe: „Ich weiß nicht, was ich Dir über mich unaussprechlichen Menschen sagen soll.“. Die einzige Möglichkeit mit ihm ein Hintergrundgespräch zu machen ist die E–Mail.

Interview mit A.J. Weigoni von Matthias Hagedorn, 07/2014:

Abgeschlossenes Sammelgebiet von A. J. Weigoni, 2014,  Edition Das Labor"Der Romancier ist nicht der Laufbursche von Historikern. Seine Sache ist es weder, die Geschichte zu erzählen oder zu kommentieren, sondern die unbekannten Seiten der menschlichen Existenz zu entdecken."
Milan Kundera

Hagedorn: Es gibt Autoren, die hauen nach der Adoleszenz ihren ersten Roman raus. Du hast dir für deinen ersten Roman »Abgeschlossenes Sammelgebiet« sage und schreibe 25 Jahre Zeit gelassen.

Weigoni: Geh mal davon aus, dass man Romane auch vom Reissbrett schreiben kann: Anfang, Zopfmuster, Ende. Man kann sich aber auch die Zeit des Nach-Denkens lassen, um einen Satz hunderte Male überdenken und bevor einem nichts Gescheites einfällt, darf man die Tastatur erst gar nicht in die Hand nehmen. Wenn man ernsthaft einen Roman schreibt, wird der autobiografische Vertrag in Stücke zerrissen. Es ist eine alte hermeneutische Erkenntnis, dass gelungene Arbeiten klüger sind als ihre Schöpfer und nicht bloss Bilderbögen von Plotpoints und konstruierten Lebensläufen. Man sollte sich Zeit lassen, den Figuren „zuhören“; diese Typen sind meist schlauer als ihr Autor.

Hagedorn: Du magst es immer noch nicht zur Poesie und zum Leben, zu deinen Gedanken befragt zu werden?

Weigoni: Es hat mich noch nie jemand zu dem das gefragt, was wirklich wichtig ist. In die Seele der Kunst hinein kann kein Interview vordringen.

Hagedorn: Und hier ist er wieder, der angry young man! Wird das nicht langweilig?

Weigoni: Die Wut halte ich für ein wichtiges Werkzeug der Kreativität. Sie muss sich nicht vordergründig äussern, aber die Künstler, die mir etwas bedeuten, wurden oder werden alle von einer unbändigen Wut getrieben, ohne notwendigerweise Rebellen sein zu müssen. Und wie sagt Lore Lorenz: „Die Wut hält jung!“

Hagedorn: Was bedeutet Poesie?

Weigoni: Poesie ist eine Sensibilität, eine Haltung, eine Art, über Identität nachzudenken. Man kann Poesie zu einem extravaganten Stil entwickeln, campy, künstlich und artifiziell. Es kommen mehrere Dinge zusammen: Kunst, Mode und Musik. Poesie kann selbstreflexiv sein, weil sie im Kopf des Schriftstellers entsteht. Bei der hypermodernen Poesie gibt es Spuren von Performance-Kunst und Dandyismus. Es gibt Verbindungen zur Identitätspolitik, die in die Gender- und Identitätsdebatten mündete. Poesie ist immer etwas Konstruiertes, das Erfinden einer Persona, ein gesellschaftliches Re-Tuning für persönliche und soziale Transformationen.

Hagedorn: Und für Dich?

Weigoni: Poesie bedeutet für mich, die Dinge anders zu denken. Es ist der Puffer, den ich zwischen der eigenen Verletzlichkeit und der Welt brauchte.

Hagedorn: Es geht es nicht darum, ob die Poesie, sondern ob das Individuum veraltet ist?

Weigoni: Das Vergängliche haltbar zu machen, ist für mich der elementare Grund zur schriftstellerischen Betätigung. Wenn ich den kostbaren Moment in meiner Prosa einfangen kann, entreisse ich ihn dem Zeitablauf.

Hagedorn: Manchen gelingt die Liebe, als hätten sie nie geübt. Andere probieren und probieren, und Frau Venus wird nie ihr guter Stern.

Weigoni: Das erste ist Leichtsinn, das zweite kann Schwermut münden. Ein Schriftsteller muss rücksichtslos gegen sich selbst sein und sich der Geschichte, die er erzählen will, auszusetzen.

Hagedorn: Hat die Verinnerlichung dieses Berufsrisikos Folgen für den Umgang des Romanciers mit seinem erfundenen Personal?

Weigoni: Gründlich über jemanden zu schreiben ist vampyrisch, man saugt den Lebenden das Blut aus, damit die Figuren in der Prosa leben können. Diese Erfahrung kann einen Autor steinhart werden lassen. Aber unter der Arbeit an diesem Roman haben sich meine Gefühle haben nicht verhärtet, sondern aber meine Haltung.

Hagedorn: Wir erzählen uns Geschichten, um zu überleben?

Weigoni: Die hypermodernen Menschen verbringen ihr ganzes Leben damit, nach etwas zu suchen, das grösser ist als sie selbst. Für manche Menschen die Familie oder die eigenen Kinder, für manche ist es schnöderdings Geld. Für mich ist es die Poesie. Die Tradition von Poesie reicht Jahrtausende zurück und ich bin sehr glücklich darüber, ein Teil dieses Kontinuums zu sein, Teil einer Geschichte, die Geschichten hervorbringt und zu weiteren Geschichten anregt. Literatur ist eine eigenständige Kunstform, bei der es wie bei jeder anderen dazugehört, einen Gegenstand zu betrachten, zu formen oder zu verfremden.

Hagedorn: Es gibt in Deutschland eine Tradition von politischer Literatur.

Weigoni: Immer wenn ich im Leben ins Politisieren gekommen bin, wurde mir bereits in dem Moment klar, als ich das Wort ausgesprochen hatte, dass ich die Schwelle zur Idiotie überschritten hatte. Es gibt keinen Grund, einem Leser Komplexität zu ersparen. Als politisch denkender Künstler sehe ich meine Aufgabe nicht darin, Botschaften hinauszuposaunen, sondern in einer Ermächtigung des Zuschauers. In der Haltung, ihn nicht für dumm zu verkaufen, sondern ihm ein eigenes Urteil zuzutrauen.

Hagedorn: Ist Literatur nicht auch Einmischung?

Weigoni: Literatur ist immer auch politisch, wahrscheinlich treten sogar sehr viele Bücher für Veränderungen eintreten. Allerdings verlangt das Buch per se keine Veränderungen, es dreht sich vielmehr um das, worum es in der Literatur immer geht - darum, Fragen auszuweiten, Wahrnehmungen auszuloten. Es geht um die Kosten und die Emotionen, wenn man politische Sehnsüchte direkt erlebt.

Hagedorn: „Nicht die Kunst verändert die Welt, die Welt verändert die Kunst“, hat Dürrenmatt gesagt. Kann Literatur die Welt verändern?

Weigoni: Nö. Literatur kann einen Raum zu schaffen, in dem sich Individuen zu einem Austausch treffen können, der im besten Fall den Horizont erweitert. Dieser Raum steht aber auch für Leute offen, die keine progressiven Absichten verfolgen und demokratische Werte verachten. Es hängt also immer von der Moral desjenigen ab, der sich mit der Kunst auseinandersetzt, nicht von der Moral des Kunstwerks selbst, und von Arno Breker kann einen etwas über Kunst oder über Geschichte lehren. Der Mensch ist die Instanz, nicht die Kunst, und es ist der Mensch, nicht die Kunst, der die Welt verändern kann.

Hagedorn: Müssen Schriftsteller immer in Opposition zur Gesellschaft stehen müssen – sogar zu einer Gesellschaft, für die sie selbst gekämpft haben?

Weigoni: Für Interpretationen bin ich nicht zuständig.

Hagedorn: Aber bitte, werden etwa in »Abgeschlossenes Sammelgebiet« nicht ganz bewusst die sogenannten 68–er gegen die 89–er ausgespielt?

Weigoni: Die politische Revolution, von der damals viel geredet wurde, ist ausgeblieben. Die Historisierung der so genannten 68-er-Generation sehe ich so, als würden sich diese Typen bei lebendigem Leib die Haut abziehen, ein Seelenstriptease eigener Art. Die so genannte ‚Alternativkultur’ hat individuelle Freiheiten ermöglicht, welche die moderne Gesellschaft insoweit verändert haben, dass Bürgerlichkeit in eine laxere Haltung überführt wurde. Ganz anders bei den 89–ern, denn ist etwas völlig Einmaliges gelungen, nicht nur eine gelungene Revolution, sondern auch eine friedliche. Mich wundert, dass dies bis heute nicht hinreichend gewürdigt wird.

Hagedorn: "Der deutsche Intellektuelle", schrieb Reiner Kunze, "hat einen besonderen Hang zu in sich geschlossenen Denksystemen, und in denen hält er stand wie ein Zinnsoldat, der auch dann nicht schmilzt, wenn die Wirklichkeit außerhalb seines Denksystems die Hölle ist."

Weigoni: Der Ereigniszusammenhang, für den das Jahr 1989 steht, ist bisher kaum verstanden, ich wage sogar zu behaupten, er ist kaum in die deutsche Denkgeschichte integriert worden. Es ist einfach bequemer sich als Antifaschist in der Geschichte einzurichten.

Hagedorn: In diesem Roman werden die Unplausibilitäten der 68–er zerpflückt. Woher diese Verachtung?

Weigoni: Ich hatte das grosse Glück mit einem gesunden Feindbild aufzuwachsen, personifiziert in einem Sozialkundelehrer, der einem mit einer freudianisch marxistischen Welterklärung die Lust auf das eigene Denken vermiesen wollte. Bereits in den frühen 1970–er Jahren waren die Unplausibilitäten der Antifaschismusgeschichten, sowie die Versuche, die Stimmigkeit des real existierenden Sozialismus hinzubekommen, erkennbar. Und spätestens seit 1989 ist bei den so genannten 68–er ist eine Müdigkeit des Denkens zu erkennen, die erschreckend ist.

Hagedorn: Zeitzeugen sterben aus, Erinnerung wandelt sich in Geschichte.

Weigoni: Historisches Erzählen ist nur eingeschränkt frei, bedingt durch geschichtliche Wirklichkeit, im Fall der deutschen Katastrophen vor allem aber moralisch bedrängt.

Hagedorn: Beginnt – nach der Aufarbeitung der NAZI-Diktatur – eine andere Bewältigungsliteratur?

Weigoni: Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, ich mache Kunst nicht aus politischen Gründen. Die Unterteilung in politisch und unpolitisch halte ich für fehl am Platz. Für Kunst sind solche Vorgaben nicht nur eine Einschränkung, sondern vor allem eine formale Herausforderung, die übrigens in vormodernen Zeiten ästhetischer Alltag war: Wie bewege ich mich künstlerisch in einem von Regeln, Tatsachen und moralischen Empfindlichkeiten verminten Gelände?

Hagedorn: In jedem Satz tickt die Uhr.

Weigoni: Diese Prosa mehrfach kodiert wird, sie verknüpft den metaphysischen mit dem irdischen Raum, die Religion mit der ausserparlamentarischen Bewegung, die Erzählformen der Ballade mit dem Rollenspiel der Pop–Kultur. Synchron wird in »Abgeschlossenes Sammelgebiet« beiläufig, reflexiv die Geschichte hinter der Geschichte erzählt, der Plot gerät zum Komplott.

Hagedorn: Bei den geschilderten Lebensgeschichten werden die Tiefenschichten der Biografien freigelegt.

Weigoni: Ein Schriftsteller ist nebenher auch ein Seelen–Archäologe der Fluchtwegen, Lebenslügen und Traumatisierungen seiner Protagonisten auf der Spur sein muss.

Hagedorn: Du schätzt beängstigende Themen?

Weigoni: Metaphysisch beängstigende auf jeden Fall.

Hagedorn: Das Ziel des Verfassers realistischer Romane ist nicht, eine Geschichte zu erzählen, uns zu amüsieren oder an unsere Gefühle zu appellieren, sondern uns zu nötigen, die dunklere und tiefere Bedeutung der Ereignisse zu bedenken und zu verstehen. Ist das Schreiben eine Fortsetzung der Liebe mit anderen Mitteln?

Weigoni: Schreiben ist die Aufzählung aller denkbaren Berührungspunkte. Der Radius meines emotionalen Verstands ist nicht gross. Trotz aller transkribierten O–Töne brauchte ich Jahre um mich genau zu erinnern. Die Erinnerung bezeugt den Mut des Schriftstellers.

Hagedorn: Nichts ist trügerischer, als die Erinnerung.

Weigoni: Hüte Dich sich vor dem Trugschluss, in der Dichtung liege die Wahrheit über den Dichter; hüte Dich, Erzählungen und Romane so zu lesen, als wären sie die verhüllte Autobiographie des Autors. Lass die Dichtung ihr Werk tun, lass Dich auf den Flügeln einer erfundenen Geschichte davontragen.

Hagedorn: Wer liest, sollte eher auf Einzelheiten achten?

Weigoni: Wer mit einer fertigen Verallgemeinerung an ein Buch herangeht, beginnt am falschen Ende und bewegt sich von ihm fort, bevor er angefangen hat, es zu verstehen. Poesie ist immer Erfindung. Alles Erdichtete ist etwas Erfundenes. Wer eine Geschichte wahr nennt, beleidigt Kunst und Wahrheit zugleich.

Hagedorn: Dichtung, so lautet ein Satz aus der Poetik des Aristoteles, sei philosophischer als Geschichtsschreibung, weil sie nicht einfach berichte, was sich im Einzelnen an bestimmten Orten zu bestimmter Zeit begeben habe, sondern weil sie das Allgemeine darstelle.

Weigoni: Die germanistischen Fliegenschissdeuter zitieren diesen Satz stolz und überspringen dabei häufig einen nahe liegenden Einwand: literarische Texte handelten oft auch von konkreten Personen. Selbstverständlich sind literarische Figuren nie aus Fleisch und Blut, sondern immer aus Wörtern gemacht, dennoch sollte Ziel das Ziel eines Romanciers darin bestehen, Figuren so erscheinen zu lassen, als seien sie aus Fleisch und Blut.

Hagedorn: Nicht alle Buchstaben dienen dem Zweck, Geschichten zu schreiben, einige bleiben als Widerhaken, um die Fragwürdigkeit des Geschichtenmachens aufzuzeigen. Führt uns also jeder Schriftsteller hinters Licht?

Weigoni: Poesie ist zu unserer Freude da, nicht dazu, dass wir uns abquälen mit der Suche nach verborgenen Bedeutungen oder Spuren aus dem Leben des Autors, die er als Material benutzt haben mag, aber hoffte, hinter sich lassen zu können.

Hagedorn: Was ist deiner Ansicht nach ein unabhängiger Schriftsteller?

Weigoni: So etwas wie einen hundertprozentig unabhängigen Schriftsteller gibt es nicht. Selbst wenn man sich vom Literaturbetrieb fernhält, steht man immer noch mit einem Bein im System, denn jeder ist auf Finanzierung und einen Vertrieb angewiesen. Für mich ist ein unabhängiger Schriftsteller jemand, der uneingeschränkt kreativ nach seinen eigenen Vorstellungen arbeiten kann. Geschichte, Thema und Machart, das sind Entscheidungen, die ein unabhängiger Schriftsteller vollkommen allein trifft, ohne dabei von irgendwelchen Saugschmerlen abhängig zu sein.

Cyberspasz von A. J. Weigoni, 2012,  Edition Das LaborVignetten von A.J. Weigoni, 2009, Edition Das LaborHagedorn: Für die »Vignetten« hast Du 30 Jahre gebraucht, für »Zombies« 29, für »Cyperspasz« 26 und für »Abgeschlossenes Sammelgebiet« 25, ist damit der Punkt gesetzt?

Weigoni: Ich pflege an meinen Texten grundsätzlich auch nach der Publikation weiterzuarbeiten, sie sind für mich nie abgeschlossen, niemals fertig und immer verbesserbar. Die Publikation nur ein willkürlicher Punkt im Prozess des Schreibens, dem immer schon zahlreiche Varianten und Überarbeitungsstufen vorausgehen. Warum also sich mit diesem Zustand begnügen?

Hagedorn: Nie Selbstzweifel gehabt?

Weigoni: Es gibt Autoren, die in Selbstzufriedenheit schwimmen und begeistert von sich und der Welt sind. Wenn man sich die Autoren im Netz anschaut, dominiert das Selbstverständnis, sich alles zuzutrauen. Das kann ich von mir nicht behaupten, ich bin grundsätzlich allem gegenüber skeptisch. Mir wurde in keiner Waldorfschule eingebläut, wie wahnsinnig kreativ ich bin.

Hagedorn: Lothar Matthäus hat einmal postuliert: „Glück muß man sich erarbeiten.“

Weigoni: Der Loddar, wir kennen ihn… Talent zu haben reicht nicht, man muss dranbleiben, damit es sich entfaltet.

Hagedorn: Nie Zweifel an der Richtigkeit des Tuns gehabt?

Weigoni: Der Gipfel des Erfolges ist es, sich die Zeit zu geben, das zu tun, was man eigentlich will.

Hagedorn: 25 Jahre, wie hält man das aus?

Weigoni: Einsamkeit bedeutet für mich Frei–Sein. Freiheit bedeutet, auf den eigenen Gedanken zu beharren, inmitten der anderen, auch gegen Widerstände. Literatur ist nicht spannend, wenn alles erlaubt ist. Dichtung bedeutete für mich Freiheit, innere Rettung. Poesie ist dann am interessantesten, wenn sie Grenzen verhandelt, weitet, sprengt. Die Werke, die über jegliche Moden erhaben sind, sind meist gegen Widerstände entstanden.

HAGEDORN: Bedanke mich!

WEIGONI: Bis dahin.

»Abgeschlossenes Sammelgebiet«, Roman von A. J. Weigoni, Edition Das Labor, Mülheim 2014 – Limitierte und handsignierte Ausgabe des Buches als Hardcover
Erhältlich über: info@tonstudio–an–der–ruhr.de

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Leseprobe I Rezension I Buchbestellung 0714 LYRIKwelt © Matthias Hagedorn