22-jähriger Werner erhält Förderpreis Literatur
Von Irene Steiner in den
Ruhr-Nachrichten,
5.08.2008:
"Ich habe einfach mal versucht, an diesem Wettbewerb
teilzunehmen und habe mir gedacht, das kann ja nicht schaden", erzählt
Jan Skudlarek. Es hat in der Tat
nicht geschadet, denn Jan Skudlarek gewann mit der Bewerbung, an die er so
wenig Erwartungen geknüpft hatte, den renommierten "Förderpreis Literatur
der Gesellschaft zur Förderung Westfälischer Kulturarbeit (GWK) in
Münster.
15 Gedichte hat Jan Skudlarek eingereicht, Texte, die bei der Jury und auch
bei der GWK-Geschäftsführerin Dr. Susanne Schulte große Begeisterung
weckten. "Jan Skudlarek hat eine irre frische Metaphorik in seinen Texten. Er
eröffnet Perspektiven, die man so noch nicht gehabt hat", so Dr. Schulte.
Votum kam völlig überraschend
Für den 22-jährigen Student kam das Votum der Jury völlig unerwartet: "Als
ich erfuhr, dass ich der Preisträger bin, war ich völlig überrascht, ja fast
schockiert", so der junge Lyriker, den Dr. Schulte als ein Ausnahmetalent
sieht.
Dennoch ist Skudlarek, der unter anderem in Nordkirchen und in Mallorca lebte,
bevor sich seine Familie vor fünf Jahren in Werne niederließ, Realist:
"Ich will zweigleisig fahren."
Von der Kunst allein kann man nicht leben
"Eine Autorenlaufbahn ist schön, aber in der Regel kann man davon nicht
leben", weiß Jan Skudlarek. Deshalb verfolgt der nun preisgekrönte Lyriker
sein Studium in Philosophie und Spanisch an der Universität Münster
ehrgeizig weiter. Als nächstes steht ein Auslandssemester in Madrid an.
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