So viel Ordnung ist schon fast unheimlich
Krimi-Schriftsteller Dirk Kruse erfasst seine Bücher im Computer
Besprechung von lui in den Nürnberger Nachrichten vom 3.05.2010:

In der Reihe »Meine Bücher und ich« stellen wir in unregelmäßigen Abständen Nürnberger Persönlichkeiten und ihre Bücherwelt vor. Heute: Der Journalist und Krimi-Schriftsteller Dirk Kruse.

Allein wegen seiner Arbeit als Autor sind Bücher für Kruse unverzichtbar. Wenn man ihn fragt, wie viele Werke er sein Eigen nennt, muss er erst mal nachrechnen. »Ich weiß genau über die Anzahl der Bücher, die ich besitze, Bescheid, weil ich jedes einzelne mit einem kurzen Leseresümee im Computer speichere. Wenn ich alle zusammenrechne, sind es 6148«, sagt der Erfinder des Gentleman- Detektivs Frank Beaufort.

Ein Buch über das System?

Genauso vorbildlich sortiert Kruse seinen Lesestoff in die Regale ein. »Über mein System werde ich irgendwann ein Buch schreiben«, sagt der Wahl-Nürnberger lachend. »Grundsätzlich ordne ich meine Belletristik nach der jeweiligen Nationalität und dann wiederum alphabetisch nach den Namen der Autoren«. Krimis werden bei ihm extra einsortiert, genauso wie »Die Andere Bibliothek«, jene Buchreihe, die seit 1985 herausgegeben wird. »Meine Sachbücher sortiere ich nach Gebieten«, sagt Kruse.

Bei so vielen Büchern fällt es bestimmt schwer, ein Lieblingsstück herauszugreifen. Dennoch hat der Schriftsteller einen Favoriten: nämlich den zwischen 1970 und 1983 erschienenen vierbändigen Roman »Jahrestage« von Uwe Johnson.

Den gesamten Bericht von lui mit Abb. finden Sie unter Nürnberger Nachrichten

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