Maegie Koreen, Foto:  B.Degener (hf02009)Maegie Koreen präsentiert Chansons und Lieder aus der Heimatstadt
„Mensch, Ruhrpott!“ - ein literarisches Chansonprogramm in Gelsenkirchen, Gladbeck, Bottrop und Hagen - Mit jungen Künstlern aus der Region
Von Hermann Henkel unter Gelsenkirchen.de, 13.02.2009:

Mit der Radautüte Claire Waldoff ist die Ruhrpottpflanze Maegie Koreen berühmt geworden. Weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt Gelsenkirchen hinaus. Seit über drei Jahrzehnten singt sie nun schon die Chansons und Lieder der Kabarettkönigen aus den 20er und 30er Jahren. Bei ihren Auftritten gibt die Chansonsängerin und Autorin DIE WALDOFF so echt, dass man glauben könnte, die 1957 verstorbene „freche Berliner Göre“ sei wieder auferstanden. Zum verwechseln ähnlich die Stimme, das gleiche Qutfit, und sogar eine gewisse Ähnlichkeit mit der Waldoff ist nicht zu leugnen. Längst ist auch sie, die 1997 ein vielbeachtetes Buch über das freche Leben ihrer Landsfrau geschrieben hat, in der Welt des Chansons eine Größe. Aus dem einstigen Gelsenkirchener Pflänzchen ist längst ein gestandenes Urgewächs geworden: Die Chanteuse aus dem Ruhrpott. Mit eigenem Programm und einem neuen Projekt, das 2008 unter dem Titel „Ruhr Chansonnale“ zum TWINS Festivalprogramm für die Europäische Kulturhauptstadt RUHR2010 gehören wird.

Aktuell präsentiert Maegie Koreen zusammen mit jungen und gestandenen Künstlern aus der Region (u.a. Pascal Vallèe, Jennifer Labath, Rolf Gilgenast, Wolfgang Sternkopf) in Gelsenkirchen (20. März, 20 Uhr im Wissenschaftspark), Gladbeck (3. März), Bottrop (13. März) und Hagen (11. März) erstmals Chansons und Lieder aus der Heimatstadt. In dem literarischen Chansonprogramm „Mensch, Ruhrpott!“ werden die Geschichte und die Geschichten der Menschen an Ruhr und Emscher erzählt. Mal wunderbar lyrisch wie Kurt Tucholskys „Bergmannslied“, mal heimatlich wie Herbert Grönemeyers „Currywurst“.

„Mensch, Ruhrpott!“ - Das ist das laut Maegie Koreen das Originelle, Witzige und Eigentümliche dieser Region, ein Pott-Pourri allerlei Spökes zwischen Kleingarten und Computerchip, Geschichten eben von Kohle und Tauben, rollenden Bällen, vom Zauber der Currybude und vor allem auch von der Liebe mit „Sternkes inne Augen“.

Mit dem Projekt Ruhr Chansonnale will Maegie Koreen u.a. das Potenzial an Chansonsängerinnen und Sängern im Ruhrgebiet „sichtbar machen“ und es mit Sängerinnen und Sängern aus den europäischen Patenstädten der Region zusammen bringen. Höhepunkt wird dann im Kulturhauptstadtjahr 2010 in einer „Nacht der Chansons“ die Präsentation sein, bei der die Künstlerinnen und Künstler ihre eigenen Lieder und Chansons auf die Bühne bringen werden. Für Maegie Koreen ist die Nachwuchsförderung ein wichtiges Thema, dem sie sich schon seit vielen Jahren mit großem Erfolg widmet. Ihrem Engegament ist es zu verdanken, dass u.a. die Gelsenkirchener Pascal Vallèe mit französischen Chansons und Jennifer Labath mit Liedern von Edith Piaf heute bühnenreif und mit großem Erfolg präsentieren können.

Am Ende des Chanson-Projekts steht möglicherweise die Produktion einer CD, die unter Maegie Koreens eigenem Label „Chanson Cafe“ erscheinen soll. In dieser Edition sind bereits eine Reihe anderer Aufzeichnungen auf dem Markt. „Maegie Koreen trifft Claire Waldoff heißt die aktuellsten CD-Produktion, die das 1997 erschienene und inzwischen leider vergriffene Buch „Immer feste druff“, eine Biographie der Waldoff, wunderbar ergänzt.

[...diesen und weitere Berichte finden Sie unter www.gelsenkirchen.de]

Leseprobe I Buchbestellung 0209 LYRIKwelt © Hermann Henkel