Geburtstagsempfang
im Journalistenzentrum Haus Busch
Horst Kniese feierte seinen 85.
Von Jörg Tuschhoff in Westfälische
Rundschau, 5.09.2011:
Sie sollten auf einem Stuhl festgebunden werden,
solche Menschen
wie Horst Kniese,
der am
Samstag im Journalistenzentrum
Haus Busch mit zahlreichen
Gästen seinen 85. Geburtstag
feierte.
Es ist nicht das Datum,
das ihn so wichtig
macht, sondern
die mit seiner Entwicklung
verbundene ungeheure
Erfahrung.
Dieser Mann ist
bezogen auf die heimische Region
und in vielen Fragen
auch darüber hinaus
ein unersetzliches
und lebendiges aNchschlagewerk.
Und das
ist längst
noch
nicht zu Ende
geschrieben.
Wer kann schon
erzählen von ereignisreichen
Begegnungen mit Künstlern
wie Emil Schumacher
oder
Ernst Meister,
mit Politikern
wie Fritz Steinhoff
oder Willi
Weyer, mit Sportlern wie
Werner Lueg, Hansi Kalbfell oder Meinrad
"Auto"
Miltenberger. Sie alle waren
herausragende Persönlichkeiten,'
über die längst noch
nicht alles ·bekannt
ist. Vielleicht
auch nicht immer alles bekannt gemacht werden muss,
denn da weiß Kniese, obwohl
Vollblutjounalist, sehr wohl zu trennen zwischen öffentlicher Verpflichtung und privatem Rückzugsrecht.
Respekt hat er als Redakteur der Westfälischen Rundschau und der Hasper Zeitung, bei der er immer den zusätzlichen Titel "Die Unabhängige" hervorhob, nie gekannt und gleichzeitig immer gezeigt. Bei politischen Skandalen kannte er keine Verwandten, bei persönlichen Nöten blieb er zurückhaltend, aber stets hilfsbereit.
Horst Kniese kam als Jugendlicher noch in Kriegsgefangenschaft, danach folgten Abitur und Studium an der Journalistenschule in Aachen. Nach einem Jahr als freier Mitarbeiter begann er 1949 das Volontariat bei der Westfälisehen Rundschau, der er 20 Jahre als Redakteur und Redaktionsleiter in Hagen treu blieb. Dann ging er als Pressereferent zur Polizeigewerkschaft, übernahm kurze Zeit später die Redaktionsleitung der Hasper Zeitung und nach deren Verkauf 1971 die Öffentlichkeitsarbeit der AVU in Gevelsberg.
Seine vielen Begegnungen und Erlebnisse legte er in zahlreichen Publikationen und Büchern nieder. Vorrangig natürlich im Hagener Heimatkalender, dessen Redaktion er 1963 übernahm und den er bis 2005 verantwortlich leitete. Dieses Engagement ist Teil seiner Heimatliebe, die sich auch in seinem Unverständnis über die Hagener Eigenart äußert, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Wo bleibt die repräsentative Darstellung der Kultur mit Jugendstil und Impuls, Theater und Museen, der Landschaft mit ihren Seen, Flüssen, Wäldern und Bergen?
Horst Kniese könnte sicher eine Menge dazu beitragen!
[...diesen und weitere Berichte finden Sie in www.westfaelische-rundschau.de]
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