Hugo Carl Jüngst, Foto: privatDer Lyriker und Pädagoge Hugo Carl Jüngst
Hugo Carl Jüngst (1871-1942) war vieles in seinem Leben: Lehrer, Journalist, Lektor, Gründer mehrerer Zeitschriften und des Verlages „Literarische Anstalt Hagen i. W.“ Er wurde im 1. Weltkrieg zum „Landsturm“  eingezogen und hatte es in den 30er Jahren unter den Nazis schwer.
Von Kirsten Niesler für LYRIKintern, NEWSletter der LYRIKwelt.de,  No. 02/2012 vom 4.12.2012:

Abendglocken von Hugo C. Jüngst, 1921Flammenzeichen von Hugo C. Jüngst, 1903/1913, Literarische Anstalt Hagen i./W./1978, Reprint bei Gey).Den Gedichtband  „Abendglocken“ (1921) widmete er seiner Schwester Clara. In der „Zueignung“ gesteht er ihr, dass er lange gezögert habe, diese Verse zu veröffentlichen, die vom Verlust seiner verstorbenen Braut gestimmt sind. „Aber ein Gedicht, das sich von unserer Seele gelöst hat, hört damit auf, unser alleiniges Eigentum zu sein. Es beginnt ein selbständiges Leben, findet Freunde und Wege ins Land“, so heißt es in der „Zueignung“ weiter. Die letzten beiden Seiten des 80-seitigen Bandes beinhalten Rezensionen in den Medien. So schrieb die Oesterreichische Musik- und Theaterzeitung, Wien: „Hugo C. Jüngst, einer der genialsten unter den zeitgenössischen Lyrikern, hat in seinen „Seelenaccorden“ nur wenige Accorde angeschlagen; diese aber mit vollendeter Meisterschaft.“ 

Zwischen 1904 und 1923 hat der Gedichtband „Flammenzeichen“ vier Auflagen erlebt. Nassovia (Cassel) schreibt: „Jüngst hat ein offenes Auge für die tatsächlichen Gebrechen unserer Zeit, und die wahren und echten Gefühlsäußerungen schießen lodernden Flammen gleich aus seiner Seele. Einzelne Gedichte dürfen wir den besten bisher erschienenen Lyriken anreihen.“

Den Namen Hugo Carl Jüngst kennen heute nicht mehr viele Menschen, und doch hat er bedeutende Impulse gesetzt, als er in der 1919 in Dresden gegründeten Zeitschrift „Schule und Elternhaus“ (1924-1938) die Gedanken der Reformpädagogik einem breiten Publikum vermittelte. Der Siegener Autor Dr. Alexander Hesse hat sich intensiv mit der Zeitschrift und ihrer Wirkung in der damaligen Zeit auseinandergesetzt. Erschienen ist Alexander Hesses Arbeit 2011 im Verlag edition lumière, Bremen.LYRIKwelt - das LiteraturPortal im Internet!

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