Seamus Heaney, 1994, Foto: Ekko von Schwichow

Seamus Heaney
Foto: Ekko von Schwichow

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Elektrisches Licht/Electric Light von Seamus Healey, 2002, HanserGanz Irland liebte ihn
Nobelpreisträger Seamus Heaney tot
Besprechung von JD in der NRZ vom 31.8.2013:

Als er 1995 den Literatur-Nobelpreis bekam, lobte die Jury seine "lyrische Schönheit und ethische Tiefgründigkeit, die alltägliche Wunder und eine lebendige Vergangenheit" verarbeiteten.

Der Bauernsohn Seamus Heaney war in Irland etwas, was andernorts selten ist: ein populärer Lyriker. Seine Gedichte, avantgardistisch und doch irgendwie singbar, wurden als Wortmusik noch mehr gemocht als verstanden, sie waren getragen von der Liebe zu Mensch und Welt.

Dass Heaney an amerikanischen, irischen und englischen Universitäten als Professor die Theorie lehrte, hielt ihn nicht davon ab, Verse von großem Zauber zu schreiben - von seinem zentralen, bis ins letzte Komma durchdachten Hauptwerk "North" bis hin zu jenen Gedichten, in denen er die oft verherrlichte Gewalt des nordirischen Bürgerkriegs auf ihre elende Realität reduzierte.

Mit dem Tod des 74-Jährigen, der gestern in Dublin starb, verstummt eine ebenso vielseitige wie eigenständige Dichterstimme.

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.nrz.de]

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