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| Foto: Anita Schiffer-Fuchs www.foto-poklekowski.de |
Gomringer leitet Villa Conconrdia
Neue Chefin in Bambergs
Künstlerhaus Concordia
Besprechung von ruf aus den Nürnberger
Nachrichten vom 13.01.2010:
Die Villa Concordia, das Internationale Künstlerhaus in Bamberg, ist künftig
in Frauenhand: Mit Nora Gomringer übernimmt eine 29-Jährige den Chefsessel der
staatlichen Einrichtung.
Der Terminkalender von Nora Gomringer ist rappelvoll und führt die
Schriftstellerin und Slam-Poetin quer durch den deutschsprachigen Raum -
Lesungen zwischen Bozen und Basel, Wien und Zürich stehen in den nächsten Wochen
noch an. Ab April dann wird sie die Villa Concordia in Bamberg leiten.
Tochter eines berühmten Poeten
An internationalem Flair dürfte es der Tochter von
Eugen Gomringer, des Weltstars der
Konkreten Poesie, also auch künftig nicht mangeln. Denn schließlich leben und
arbeiten in der schönen Villa an der Regnitz regelmäßig bis zu zwölf Künstler
aus Deutschland und aus jeweils einem anderen Land (derzeit Schweden) für ein
Jahr zusammen. Vergeben werden die Stipendien in den Sparten Bildende Kunst,
Musik und Literatur. Neben freier Logis erhalten die Künstler monatlich 1500
Euro.
Die Villa-Stipendiaten sind allerdings zum großen Teil keine Jungspunde, sondern
gestandene Künstler. Literaturnobelpreisträgerin
Herta Müller zum Beispiel war 2007/08
zu Gast. Auch Autor Arnold Stadler
(Jahrgang 1954) hat ein Jahr in Bamberg verbracht, genauso wie die Komponisten
Hans-Christian Dadelsen (Jahrgang 1961) oder Markus Zahnhausen (Jahrgang 1965).
Die Beispiele zeigen: Gomringer wird in den allermeisten Fällen deutlich jünger
sein als «ihre« Stipendiaten. Aber weil sie selber mit Stipendien in
verschiedenen Ecken der Welt war - zuletzt in New York, Berlin und Moskau - weiß
sie auch, worauf es in der Organisation ankommt.
Trägerin des bayerischen Kulturförderpreis
Gomringer, die in Bamberg Anglistik und Germanistik studiert hat, hat sich als
freischaffende Autorin und Veranstalterin einen Namen gemacht. Sie erhielt
zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2006 den Bayerischen Kunstförderpreis und
den Förderpreis der Kulturstiftung Erlangen, im Jahr darauf den E.ON-Kulturpreis
Bayern. Sie folgt Bernd Goldmann, dem Gründungsdirektor der 1997 eröffneten
Villa, nach. Er geht in den Ruhestand und hatte vor allem auch mit seinen
Großskulpturen-Ausstellungen in der Bamberger City für Schlagzeilen gesorgt. Der
Vertrag der neuen Chefin ist zunächst auf fünf Jahre befristet.
Die komplette Besprechung von ruf mit Abb. unter Nürnberger Nachrichten
[...diesen und weitere Berichte finden Sie unter
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