Eine Ausnahme unter den DDR-Autoren
Fritz Rudolf Fries starb im Alter von 79 Jahren.
Last Exit to El Paso von Fritz Rudolf Fries, 2013, WallsteinVon JD in der NRZ vom 20.12.2014:

Von den vielen Talenten unter den DDR-Schriftstellern war Fritz Rudolf Fries eines der originellsten, das stand schon nach seinem 1966 im Westen erschienen Debütroman "Der Weg nach Oobliadooh" fest. Fries hatte dank seiner spanischen Mutter eine in der DDR seltene Weltläufigkeit, eine Vorliebe fürs Pikareske und mindestens soviel Witz wie Hermann Kant. Aber an einer SED-Karriere kein Interesse. Dass er dennoch ab den 70er-Jahren (bis 1985) für die Stasi spitzelte, brachte ihm Sorglosigkeit und Freiheit, wie er es 1996 in seinen Tagebüchern "Im Jahr des Hahns" schilderte.

Fries war der einzige DDR-Schriftsteller, der seine Tätigkeit als IM ("Pedro Hagen") zugab, ohne dazu gezwungen zu sein. Geholfen hat es ihm nicht, er galt bis zu seinem 2013 veröffentlichten großartigen Roman "Last Exit to El Paso" als geächtet und vergessen. Am vergangenen Mittwoch ist Fritz Rudolf Fries im Alter von 79 gestorben.

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