Gerrit Engelke (hf0412)Über die Totenfeier von Gerrit Engelke
Von Carl von Ossietzky (
Oskar) in der Berliner Volks-Zeitung, 8.3.1921:

Ludwig Brandt und Margarete Brandt-Jacoby lasen im Harmoniumsaal Verse des Dichters Gerrit Engelke, den 1918 vor Cambrai,
vier Tage vor Abschluß des Waffenstillstandes, eine englische Kugel allzufrüh hinwegraffte.
Man hat Engelke, der in Hannover das Malerhandwerk erlernt hat, eilig wie man bei uns in solchen Dingen ist, den Arbeiterdichtern zugerechnet.
Die Gedichte, die das Ehepaar Brandt sprach, lassen ahnen, daß hier ein Künstler von der Schwungkraft eines Richard Dehmel im Werden begriffen war.
Erst nach Erscheinen der hinterlassenen Verse und Tagebuchblätter, die der Verlag Eugen Diederichs vorbereitet, kann über Engelke ein weiteres Wort gesprochen werden.
Dank sei den Veranstaltern für diese Totenfeier!

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