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| Foto: Ekko von Schwichow www.schwichow.de |
Büchner-Preis geht
an Friedrich C. Delius
Von Jens Dirksen in der NRZ vom 19.5.2011:
Mit Friedrich
Christian Delius erhält ein treu-kritischer Begleiter der bundesrepublikanischen
Gegenwart die wichtigste deutsche Literaturauszeichnung: den Georg-Büchner-Preis
2011 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Die Akademie nannte Delius
denn auch einen "findigen und erfinderischen Beobachter", der in seinen Romanen
und Erzählungen die Geschichte der deutschen Bewusstseinslagen im 20.
Jahrhundert erzähle. Seine politisch hellwachen, ideologieresistenten und
menschenfreundlichen Texte loteten die historischen Tiefendimensionen der
Gegenwart aus.
Zu den Werken von Delius gehören die Romane "Ein Held der inneren Sicherheit", "Himmelfahrt eines Staatsfeindes", "Mogadischu Fensterplatz" und "Mein Jahr als Mörder". Der 68-jährige, der abwechselnd in Rom und Berlin lebt, ist allerdings auch ein Meister der kleinen Form, die er in Erzählungen wie "Die Birnen von Ribbeck" oder der "Memo-Arie" "Die Minute mit Paul MacCartney" erfolgreich erprobt hat.
Anders als sonst mit 40.000 Euro ist der Büchner-Preis im 60. Jahr seines Bestehens mit 50.000 Euro dotiert. Er soll Delius am 29.Oktober im Staatstheater Darmstadt überreicht werden. Zu den bisherigen Trägern des Büchnerpreises gehören Heinrich Böll, Friedrich Dürrenmatt, Peter Handke, Günter Grass und Erich Kästner. Im vergangenen Jahr zeichnete die Akademie Reinhard Jirgl aus.
[...diesen und weitere Berichte finden Sie unter www.nrz.de]
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