Nora Bossong, 2016, Foto: Ekko von Schwichow

Nora Bossong
Foto: Ekko von Schwichow

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Gesellschaft mit beschränkter Haftung von Nora Bossong, 2012, HanserIm Gespräch: Nora Bossong über...
 Mit Britta Heidemann in der WAZ vom 25.10.2012:

. . . das Ruhrgebiet: „Die Region hat mich immer schon interessiert. Mein Vater wohnt seit über zehn Jahren hier; Essen ist für mich ein Ort, an den ich immer wieder gern zurückkomme. Durch den Rückgang von Industrie und Bergbau hat sich sehr viel verändert, ein Strukturwandel, der bis heute nicht abgeschlossen ist. Prägend ist ein Traditionsbewusstsein, das bei allem Bemühen um den Anschluss an die Zeit den Fortschritt auch immer wieder ein Stück weit unterläuft. Das gilt auch für die Tietjens.“

. . . Familienunternehmen: „Ich habe mich gefragt: Wie funktioniert ein Unternehmen, was heißt es, in einer Unternehmensführung zu sein? Ich habe viele Gespräche geführt, mein Bild ist differenzierter geworden. Es kam vor, dass gerade bei Erben aus meiner Generation ein Unwille bestand, den ihnen zugewiesenen Platz einzunehmen, sie wollten keine Führungsrolle übernehmen. Zudem habe ich während meiner Recherche zum ersten Mal das kreative Potenzial gespürt, die das Unternehmertum ja auch hat.“

. . . Die Krupps: „Die Familie Krupp ist eine der bekanntesten Familienunternehmer-Mythen und war für Teile des Romans die Kontrast-Folie. Das Frottee, das die Tietjens produzieren, ist das Gegenbild zum harten Kruppstahl. Manches könnte man sich besser gar nicht ausdenken. Die Krupps haben ihren Angestellten Wohnungen zur Verfügung gestellt, zugleich gab es strikte Vorgaben, beispielsweise welche Zeitungen gelesen werden durften. Das ist eine absurde Mischung aus fürsorglich und übergriffig.“

[...diese und weitere Besprechungen finden Sie unter www.waz.de]

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