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| Foto: Ekko von Schwichow www.schwichow.de |
Literaturpreis ins Sauerland
Die Gesellschaft zur Förderung der
Westfälischen Kulturarbeit (GWK) verleiht ihren Förderpreis Literatur an den
1982 geborenen Autor Martin
Becker.
Von Monika Willer
in
der Westfalenpost,
16.10.2007:
Becker, der in Attendorn geboren wurde und in Plettenberg aufgewachsen ist, erhält die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen Debütband "Ein schönes Leben", der im Luchterhand-Verlag erschienen ist.
Heute lebt der Schriftsteller, der am Leipziger Literaturinstitut studierte, in Berlin, die Hauptstadt ist ebenso wie das Sauerland und Prag Spielort seiner Erzählungen. "Die Themen kommen aus der Provinz", schildert Martin Becker im Gespräch mit unserer Zeitung. "Ich habe festgestellt, dass die allererste Idee zu einem Buch bei mir immer ein Moment der Rührung ist, etwas in der Familie oder einfach auch nur ein Satz. Dann kommt das Literarische hinzu. Ich mag den kühlen Realismus nicht, ich verwende Versatzstücke aus der Realität und versuche, sprachlich etwas Neues hinzuzufügen." Derzeit arbeitet Martin Becker an seinem zweiten Buch, das ein Roman werden soll. Parallel schreibt er Features und Hörspiele für das Radio sowie ein Opernlibretto.
In "Ein schönes Leben" erzählt Martin Becker von scheinbar alltäglichen Erfahrungen, die sich zu skurril-traumschönen Begebenheiten ausweiten. Um sprechende Hunde, folgenlose Morde und abseitige Hobbies geht es hier. "Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so etwas Originelles, Überraschendes, Freches, Turbulentes, Kluges, Drastisches und dabei Warmherziges gelesen habe", so Bachmann-Preisträgerin Terézia Mora über "Ein schönes Leben ( 192 Seiten, 17,95 Euro, Luchterhand).
Der GWK-Förderpreis Kunst geht in diesem Jahr an die 34-jährige Caroline Bayer aus Münster und an die Kölnerin Theresa Frölich. Der Förderpreis Musik geht an die 26-jährige Harfenistin Simone Seiler (Detmold) und die Blockflötistin Anna Stegmann (Münster).
Martin Becker liest am Donnerstag, 1. November, in der Stadtbücherei Lüdenscheid mit zwei anderen Bewerbern um das Stipendium der Märkischen Kulturkonferenz. Die öffentliche Lesung beginnt um 11 Uhr. Das Publikum kann neben der Jury mitentscheiden.
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