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Foto: Ursus Samaga |
Was macht eigentlich
Manuel Andrack?
Von Jochen
Lehbrink aus dem Münchner
Merkur, 12.02.2009:
Es ist offenkundig, Manuel Andrack ist um Integration bemüht. Er lernt saarländisch zu sprechen, nach saarländischer Art Würste zu grillen, und auch beim Ministerpräsidenten hat er sich schon vorgestellt. Im vergangenen Jahr ist Andrack nach Saarbrücken umgesiedelt, der Liebe wegen.
Nach 43 Jahren hat er Köln verlassen, wo er zur Schule gegangen ist, studiert und anschließend auch gearbeitet hat. Seine Bilanz nach einem halben Jahr in der Fremde: „Toll wandern kann man hier. Sehr schön. Absolut.“ Und, was ihm noch besser gefällt: „Die Leute feiern auch Karneval und stehen gerne an der Theke.“
Ärgerlich sei nur, dass er nicht mehr mit dem Fahrrad ins
Stadion fahren könne. Gemeint ist die Spielstätte des 1. FC Köln, sein
Lieblingsclub. Dort besitzt er weiterhin eine Dauerkarte. Die
Integrationsversuche im selbst gewählten Exil unternimmt Andrack höchst
medienwirksam. Immer dabei ist die Kamera, die alles dokumentiert. Zu sehen ist
das Ergebnis in einer zwölfteiligen Sendereihe des Saarländischen Rundfunks mit
dem Titel „Ich werde Saarländer“. Das erste große Fernsehprojekt von Andrack
seit seinem Ausstieg aus dem Team von Harald Schmidts Late-
Über die Trennung von Harald Schmidt und das Aus von
Schmidt & Pocher möchte er nicht sprechen: „Ich bin doch nicht wie Rudi Carrell,
der immer Kollegen und Ex-
„Autor und Wanderer“ stehe nun auf seiner Visitenkarte, sagt Andrack. Er schreibt Kolumnen, Reisereportagen und unterhält einen Internetblog. Meist geht es dabei um eines seiner Spezialgebiete, das Wandern, den 1. FC Köln oder die Ahnenforschung. Vor allem aber tingelt er von Wolfsburg nach Osnabrück, von Trier nach Augsburg und sonstwohin. Dort hält er „basisdemokratische Lesungen“, wie er es nennt. Am Eingang bekommen die Gäste einen Stimmzettel und können selbst entscheiden, ob sie Passagen aus dem aktuellen Buch „Von wem habe ich das bloß. Auf den Spuren meiner Ahnen“ hören wollen oder unveröffentlichte Texte.
Als Ersatz für seine Auftritte im Fernsehen sieht er die
Lesungen nicht. „Ich suche nicht die Öffentlichkeit und google meinen Namen auch
nicht dreimal am Tag, wie das Kollegen machen.“ Dennoch sei es ein tolles
Gefühl, wenn die Leute applaudieren. An seinem sechsten Buch arbeitet er seit
über zwei Jahren. Einmal mehr ist König Fußball an der Reihe. Die
Veröffentlichung kann sich allerdings hinziehen, genau genommen hat das nur
Andracks Lieblingsclub in der Hand. „...und dann das Champions-
Eine Französin in Deutschland
Am Anfang war ihre Stimme. Mehr gehaucht als gesprochen,
mehr französisch als deutsch. Während die Kamera Abend für Abend über das
nächtliche Köln schwenkte und in dicken gelben Buchstaben die Namen der Gäste
eingeblendet wurden, begrüßte Nathalie Licard aus dem Off die Zuschauer der
Harald-
Ende Oktober 2007 war für sie Schluss bei Harald Schmidt. Auf die Gründe will
sie nicht näher eingehen. "Ich übe für die nächsten Lesungen", antwortet sie auf
die Frage, was sie zur Zeit so mache. Im November hat sie das Buch "Ich bin
gespannt wie gekochtes Gemüse - Eine Französin in Deutschland" veröffentlicht.
Daneben wirkt sie in Werbespots mit und gehört dem Rateteam der Sendung "Dings
vom Dach" im HR-
Nathalie Licard lebt in Köln. "Meine Heimat ist Frankreich", sagt sie. "Köln
aber auch." Ein Hörbuch möchte sie heuer herausbringen und ein Bühnenprogramm.
Und es gebe da ein Fernsehprojekt. Näheres will sie nicht verraten: "Es ist noch
zu früh."
[...diesen und weitere Berichte finden Sie unter www.merkur-online.de]
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