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Fahrtbeweis
(Leseprobe aus:
In der Finsternis, Erzählungen, 1993,
Edition
Galrev).
Für alle Zeit ohne den Fahrtbeweis bleiben zu müssen,
rief ich dem Schiffsführer zu, läßt einen auf die Dauer
selbst vor dem unbeweisbaren Meer noch ermüden.
Es liegt plötzlich so taub um einen her, daß man doch
lieber in den Küchenschacht hinuntereilte, sich Rum
und gute Worte von dem Koch zu erhoffen, der stets,
immer gegen sich selber gerichtet, als streng gelten muß.
Ist nicht alles verschenkt?
Ist man selbst nicht verschenkt wie das Schiff, seit es ablegte?
Alle nicht auf ihre Beweisbarkeit zielende Wahrneh-
mung, ist doch verschenkte Wahrnehmung!
Aber der Schiffsführer spricht nie mit uns.
Nur nicht voreilig, sagte deshalb in meinen Zorn hin-
ein der Ankerfänger, nur nicht schon wieder so
voreilig.
Wäre die Fahrt bewiesen, wäre doch die Müdigkeit des
Meeres, von der wir uns kaum noch unterscheiden,
gar nicht denkbar.
Und wäre darüberhinaus die Müdigkeit des Meeres in
der Fahrt zu suchen, so wäre auch diese uns nicht
mehr verständlich.
Wo aber, frage ich Sie, bliebe dann das Meer?
Und wo bliebe auf ihm das Schiff?
Sollten Sie jemals an Deck zurückkehren, schloß er,
untersuchen Sie dieses erhebliche Meer auf dasselbe,
es muß da ein Schiff sein
Rezension I Buchbestellung I home II11 LYRIKwelt © Galrev