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Gare Du Nord
(aus: Labyrinth&Vermächntnis,
Gedichte, Seite 44, 2004, Lyrikedition-2000)
Die Sichel des Schattens duldet das Rot deiner Lippen
ich warte nachtfahrend und der Zug rollt aus meinem Traum in
die Sekunde jetzt
9 Uhr in Paris
Wir übersehen Millionen anderer auf dem Weg
und glauben den Jahren der Trennung jedes Wort
Wenn es schneite würde ich verbluten
zu bezeugen den Strom von Verlangen nach dir,
denn das Weiß wirkt wie Schweigen
In den Nächten wollte ich intern überwintern in einer Straße,
die du bewachst.
Stunden um Stunden gingen wir deine Adresse suchen
in einer Nacht lagen wir neben uns
beobachteten den Schein des Mondes als Besuch der Häute
ein heller Glanz füreinander.
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