Silja Walter

Lied der Armut

Der Regen fällt in Tropfen
Vom Flieder in die Hopfen,
Vom Hopfen zum Jasmin.

Der Regen rinnt in Schnüren,
Mich heimlich zu verführen,
Zu weinen und zu knien.

Und göss er auch in Strömen,
Was kann er mir denn nehmen?
Er glättet nur mein Haar.

Und brächt‘ er alle Traufen
Der Welt zum Überlaufen,
Mein Herz bleibt still und klar.

Der Mond wird aus den Schlehen
Schon wieder auferstehen.
Was bin ich denn betrübt?

Ist hinter allen Dingen,
Die scheinbar nicht gelingen,
Doch Einer, der mich liebt.

Rezension I Buchbestellung I home 0I11 LYRIKwelt © Silja Walterr/Kloster Fahr