Cliehms Begabung
(Leseprobe aus: Cliehms Begabung,
Roman, FVA, 2000)
Cliehm ißt nicht mehr. Er zieht sich weder an noch aus, und gäbe es seine Blase
nicht, Cliehm würde nicht mehr aufstehen.
Es ist doch nicht November, sagt der April.
Na und, knurrt Cliehm und läßt die Jalousien herunter.
Im November könnte ich deine Stimmung verstehen.
Halt's Maul, sagt Cliehm zum April und tappt ans Bett. Im Vorübergehen streift er das
Seil.
Am ersten Tag, an dem Cliehm nicht ißt, klingelt das Telefon. Und am zweiten Tag und am
dritten. Am fünften Tag läutet es zum letzten Mal. Am sechsten Tag schleicht Cliehm hin,
um nachzusehen, ob es kaputt ist. Freizeichen. Keiner ruft an. Gut. Cliehm legt sich
wieder ins Bett.
Am achten Tag will er sehen, wie die Luft ist.
Vorsicht, sagt die Luft, als er aus dem Haus tritt. Da liegt Cliehm schon auf der Straße.
Ich habe dich gewarnt, sagt die Luft.
Acht Tage nichts gegessen. Cliehm schleppt sich auf sein Zimmer zurück.
Oben findet er den Geruch von alter Luft und alten Wänden und alter Bettwäsche
erschreckend. Ich gehe nicht mehr an die Luft, sagt er zum April.
Ich bin ein Mai, antwortet der Mai.
Heute ist der sechzehnte Tag. Cliehm pinkelt in die Blumenvase. In der Nacht hat er
geschwitzt, darum zieht er das grüne Hemd aus. Es ist nicht sein Hemd, es gehört Tilly.
Jetzt gehöre ich dir, sagt das Hemd.
Du stinkst, sagt Cliehm.
Ich stinke nach dir, antwortet das Hemd. Früher stank ich nach Tilly.
Cliehm wirft Tillys Hemd, so weit er werfen kann. Es landet auf dem Telefon, und das ist
nicht sehr weit. Er läßt sich in das blaue Kissen sinken und wendet den Kopf. Dort,
inmitten des Zimmers, hängt das Seil, weiß und fest und still. Neben Cliehms Wange ist
es feucht. Flecken auf dem Kissen. Speichel, während der Nacht aus dem Mund gelaufen. Er
wendet das Kissen. Die gleichen Flecken. Sie riechen.
Ich will in der Zeit gehen, denkt Cliehm.
In welche Richtung? fragt die Erinnerung.
Rückwärts, bestimmt Cliehm. Er wälzt sich auf die Seite, streckt die nackten Füße
unter der Decke hervor und geht los. Rückwärts.
Es zieht ihn auf den gewundenen sonnenbeschienenen Pfad, den er oft beschreitet, wenn er in der Zeit geht. Abwärts schlängelt sich der Weg durch gelbgrüne Wiesen, die nie gemäht werden, weil Fasane darin nisten. Ein kuppelförmiger Hügel zur Linken, Cliehms Pfad führt daran vorbei. Weit entfernt liegen Dörfer und Weiler verstreut. Cliehm atmet die Luft genußvoll ein, während er mit großen Schritten den Windungen seines Weges folgt.
Jetzt taucht gleich Tilly auf, denkt er und legt den Kopf schief, um hinter die nächste Biegung zu spähen. Unter dem blühenden Pflaumenbaum wartet sie oft auf ihn. Diesmal nicht. Bloß Brennesseln stehen mannshoch unter dem Baum. Sie wird auf dem Hügel sein, denkt Cliehm und beschleunigt den Schritt. Er stellt sich vor, daß Tilly neben dem verfallenen Heuschober hervortritt. Sie hat Brombeeren gesammelt, kommt zu mir und füttert mich mit der Hand. Wenn es heiß ist wie heute, läuft sie ohne Bluse durch die Landschaft. Die Bauern haben sich daran gewöhnt. Cliehm wünscht sich nichts sehnlicher, als von Tilly händeweise Brombeeren in den Mund geschoben zu bekommen, daß der Saft ihre Unterarme entlangrinnt und die Brüste wippen. Er beginnt zu laufen. Noch ein kleines Stück. Dort bewegt sich etwas.
»Tilly!« ruft er und prallt zurück.
Graue Frauen stehen da und eine Gruppe ernster Männer. Mehr Männer als Frauen. Die
Wissenschaftler.
Wie kommen die Wissenschaftler auf meinen sonnenbeschienenen Weg? denkt Cliehm. Sie passen
nicht in die Umgebung von Feldblumen und wehenden Gräsern. Sie passen nicht zu meinem
runden Hügel, wo Felsen wie nackte Schultern aus dem Moos ragen. Nicht in die Landschaft,
wo Tilly sich wohlig im Gras räkelt und ihre weiße Haut von Wiesenkräutern und Farnen
kitzeln läßt. Was wollen sie hier, die Männer und Frauen mit ihren abschätzigen
Blicken und düsteren Mienen? Sie gehören auf die dämmrigen Korridore des Instituts, die
wir jahrzehntelang gemeinsam bevölkerten. In die Büros mit den resopalgetäfelten
Decken, wo von quadratischen Kunststoffvierecken graublaues Licht ausgeht, in dem jeder
aussieht, als wäre er tot. Die Tische in den Büros sind nicht aus edlen Hölzern, denkt
Cliehm, sie haben keine versenkten Türen und geschmeidigen Schubladen. Maschinell
zusammengezimmerte Monstren sind es, aus weißbeschichtetem Resopal, gleich der Decke,
gleich den Wänden.
»Vierkantige Metallfüße haben unsere Tische«, spricht Cliehm die Wissenschaftler an. »Mit Plastiknoppen, um den Boden zu schonen. Gott, dieser Boden! Seht ihr ihn vor euch? Grauer geriffelter Kunststoff, von tausend Angriffen der Putzfrau stumpf und glanzlos geworden. Obwohl ihr Mop jede Nacht über den Boden schliert, bleibt zwischen den Ritzen immer Dreck zurück. Graubrauner Schmutz, den man nur mit Hilfe einer Nagelfeile entfernen kann. Ich hab' es gemacht, habe mich einen Vormittag lang hingekniet und den Dreck vom Kunststoff gekratzt. Eine Woche lang sah ich den Boden gern. Danach war alles wie früher.« Die Wissenschaftler stehen in ihren dunklen Anzügen da und nicken ohne Ausdruck in den Gesichtern. Der Wind streicht durch die Äste der Pflaumenbäume, die Haare der Gruppe vermag er nicht zu bewegen. Kein Laut ist zu hören. Nur die heiße Luft sirrt ringsum.
»Die verfluchten S.O.C.K.S!« stöhnt Cliehm voll Verzweiflung.
Wie auf geheimen Befehl wenden sich ihm die Wissenschaftler gleichzeitig zu, umstehen ihn
von allen Seiten. Jetzt kann er einzelne Gesichter erkennen. Der hochgewachsene Margat
blickt ihn an.
»Sie waren immer mein Freund.« Hinter den spiegelnden Brillengläsern sucht Cliehm
Margats Augen.
»Was uns allen nicht gelang, Sie haben es vollbracht«, antwortet Margat.
Der Fehler, denkt Cliehm.
Hinter Margat tritt Zinnk hervor, Cliehm zuckt zusammen.
Zinnk zupft einen Weizenhalm am Wegesrand aus, wo Mischgras und Getreide wachsen, und
knabbert am saftigen unteren Ende. »Wie haben Sie es gemacht?« fragt er.
»Das wissen Sie«, sagt Cliehm tonlos.
»Nicht doch.« Zinnk schüttelt den Kopf. »Wir Normalsterblichen können uns wohl kaum
mit dem großen Cliehm vergleichen. Unsere Arbeitsmethode ist es, Seminare und Colloquien
abzuhalten, endlos zu spekulieren, während Cliehm in sein Büro geht, ein wenig rechnet
und schließlich den erlösenden Schrei ausstößt: Heureka, ich habe die Lösung
gefunden.«
Zinnk streckt sich, bis seine kräftige Brust durch Anzug und Hemd hindurch spannt. Er
nimmt den Halm aus dem Mund, benützt ihn wie einen Zeigestab, zeichnet Figuren in die
blaublaue Luft. »Ist es nicht so?«
»Ich habe einen Fehler entdeckt«, antwortet Cliehm leise. »Den Fehler am Ende der
dritten Zeile.« Er senkt den Kopf. Margat legt ihm die Hand auf die Schulter, Cliehm
streift sie ab. Entschlossen geht er zwischen den Wissenschaftlern hindurch. Links auf dem
Hügel taucht Tilly auf. Sie trägt einen langen schwarzen Mantel und scheint ihn zu
rufen. Cliehm erträgt ihren Anblick nicht, läuft seinen Weg abwärts, weiter und weiter.
Und, wie war's? fragt die Erinnerung.
Nichts Neues, antwortet Cliehm. Er liegt im Bett.
Hast du mit Tilly gesprochen?
Nein! Mit flacher Hand schlägt er auf die Bettdecke, daß die Daunen seufzen. Er drückt
den Hinterkopf gegen das Kissen und starrt an die Decke. In der Ecke über dem Gasrohr
sitzt eine Spinne. Cliehm hält die Luft des nächsten Atemzuges lange in den Lungen. Dann
pumpt er sie stoßweise hervor.
»Das war's«, flüstert er. »Es ist soweit. Wir bitten zum Tanz.« Wie jemand, der sich
erhebt, um seine Partnerin aufs Parkett zu führen, wächst Cliehm aus dem Bett empor. Die
Beine wollen nicht, er plumpst auf die Knie.
»Du Molch«, knurrt er und kriecht los. Hand Hand, Fuß Fuß, so kommt er voran.
In der Mitte des Raumes steht der dunkelbraune Stuhl. Steht seit Monaten da. Viermal ist Cliehm hochgestiegen, viermal hatte er den Strick in der Hand. Heute wird es gelingen. Er zieht sich an der Rückenlehne empor, steht mit schlackernden Knien vor dem Seil. Ich habe die Kraft, da hochzusteigen, redet er sich zu und schiebt ein Knie auf die Sitzfläche. Das andere folgt. Der Stuhl knarrt nicht. Bin verdammt leicht geworden, denkt Cliehm. Beide Hände verkrallen sich in die Lehne, vorsichtig hebt er den rechten Fuß, stellt ihn auf den Sitz. Der linke ist ein Problem. Es braucht einen Ruck, um zu steigen. Cliehm wagt ihn. Einen angstvollen Moment lang schwankt er, seine Fingerknöchel werden weiß, langsam, zitternd richtet er sich auf. Und faßt das Seil. Es ist rauh und fest. Das Gasrohr, um das er es geschlungen hat, führt unter der Zimmerdecke quer durch den Raum, macht neben dem Bad eine rechtwinkelige Kurve, läuft nach unten, verschwindet im Boden. Cliehm hebt die Schlinge und läßt sie über seinen Kopf gleiten. Die rauhen Fasern streifen die Ohren. Als das Seil an seinen Bartstoppeln entlangstreift, knistert es.
»Jetzt hast du dir die Schlinge um den Hals gelegt.« Cliehm grinst.
Ihm gegenüber der Spiegel. Er sieht seinen Bauch und die dünnen Beine, sonst nichts. Die Shorts, die er seit sechzehn Tagen trägt, hängen schlaff um die Hüften. Demjenigen, der mich abnimmt, kann ich diesen Anblick nicht ersparen, denkt er. Madame Confeitaria tut es wahrscheinlich, wer sonst sollte hier hereinkommen? Ich habe Vertrauen zur Madame. Sie wird die Situation mit Takt und der Professionalität ihres Gewerbes behandeln.
Cliehm richtet seine Wirbel auf und betrachtet das Seil, das sich zur Decke hochschlängelt. Neben dem Gasrohr sitzt eine Spinne. Habe ich sie früher schon bemerkt?
Sechzehn Tage nichts gegessen! Bisher war ich zu stark und meine Absicht zu schwach. Jetzt bin ich schwach genug, um stark zu sein. Er beugt sich so weit vor, daß die Fasern um seinen Hals zu spannen beginnen. Unangenehmes Kratzen. Die Schlinge zieht sich ein wenig zusammen. Cliehm richtet sich auf. Eine Minute, denkt er. So lange wird es ungefähr dauern. Unter Wasser kann ich eine Minute lang die Luft anhalten. Hängend wird mir die Frist auch nicht erspart bleiben. Eine Minute äußerster Qual. Sowie er auf dem Stuhl steht, hält Cliehm die Luft an. Wenn ich nach einer Minute springe, geht es schneller, überlegt er und preßt die Lippen aufeinander. Nicht lange, und ein unangenehmer Druck wächst aus seiner Brust empor. Als wenn dort unten jemand riefe. Rot wird ihm im Kopf. Wie zur Bestätigung seines Vorhabens nickt er und läßt die Hände sinken. Eine Minute müßte vorüber sein.
Cliehm springt. Mit dem Fuß gibt er dem Stuhl einen Tritt. Der klappert übers Parkett und knallt gegen die Wand. Das Seil hält. Cliehm schwingt hin und her. Bald hört die Bewegung auf. Gerade hängt er nach unten. Erdmittelpunkt, denkt er, Gravitation, Einstein. Er erwartet, daß ihm nun schnell schwarz wird vor Augen. Sein Körper ist schwerer als gedacht. Es ist unangenehm, das ganze Gewicht von den Muskeln des Halses tragen zu lassen. Die Schlinge zieht sich zusammen. Kein Blut, keine Luft. Das Seil macht Atmen unmöglich, das wußte Cliehm vorher. Wie sich das anfühlt, weiß er erst jetzt. Er strampelt, seine Beine zappeln und rucken in alle Richtungen. Er reißt die Hände hoch, die Finger mühen sich, die Schlinge zu weiten. Luft will Cliehm. Aber die Schlinge sitzt wie angegossen, es gelingt den Fingern nicht, den kleinsten Raum zwischen Haut und Seil zu schaffen. Beim Kehlkopf, an der Luftröhre, neben der Halsschlagader versucht er, die Fingerspitzen dazwischenzuschieben. Das Seil ist stärker. Alles beginnt zu pochen. Cliehm würgt, schreien kann er nicht mehr. Aus verdrehten Augen sieht er seine Finger. Sie sind blau. Hektisch wie Krebse pfriemeln sie an dem Seil, ohne es um eine Winzigkeit lockern zu können. Plötzlich hat Cliehm sein Büro vor Augen. Vor seinem Fenster im Institut sieht er keinen Baum, keine Wiese, und den Himmel nur dann, wenn er sich hinausbeugt und nach oben verrenkt. Das graublaue Licht von der Decke ersetzt Sonne, Mond und Sterne. Gegenüber nichts als Mauer. Ein einziges Fenster auf der gesamten Fläche der Wand.
In den ersten fünfzehn Jahren hat mir das gefallen, überlegt Cliehm. Bunker, Höhle, Eremitenpalast, nur erhellt durch meine Gedanken. Später war es Gewöhnung. Ich kam ins Büro, und es war dunkel. Ich legte den Schalter um, die Röhren im Innern des Plastikvierecks machten dlung, dlung, zing, das graublaue Licht flackerte auf. Da draußen ist nichts, sagte ich mir. Was zählt, ist in meinem Kopf und dort an der Tafel. Meine Formel. Sechs Zeilen, gebildet aus Zahlen und Symbolen. Gleich zu Beginn muß ich den Fehler gemacht haben, denkt Cliehm, den Fehler am Ende der dritten Zeile. Er hat sich versteckt, all die Jahre. Dann sah ich ihn. Als hätte er plötzlich zu leuchten begonnen.
Leidende aufgehängte Christusfigur in der Stille eines dunklen Zimmers, geht es Cliehm durch den Kopf. Seine Hände haben nicht mehr die Kraft, an der Schlinge zu zerren. Langsam sinken die Arme nach unten. Er spürt einen Druck auf der Blase, im Darm und erinnert sich, gelesen zu haben, daß kurz nach Eintreten des Todes die Schließmuskeln sich lösen. Das wird eine schöne Bescherung, denkt Cliehm. In wenigen Sekunden wird etwas meine Beine entlanglaufen und zu Boden tropfen. Wenn nicht noch Schlimmeres. Mit Glück findet mich Madame Confeitaria erst, wenn die Shorts wieder getrocknet sind. Cliehms Zunge füllt den ganzen Mund aus. Abwärtsschielend kann er das große fleischige Ding zwischen den Lippen hervorquellen sehen. Was für Unappetitlichkeiten man auf sich nimmt, denkt er, um einen klaren, unwiderruflichen Schritt zu tun. Warum ist das Fleisch so schwer zu überwinden? Wäre man ein Geistwesen, denkt Cliehm, bräuchte man diese Entmenschung nicht zu vollziehen. Nichts als Qual, Plage und Jammer. Wäre ich ein Gedanke, könnte ich schnell sein wie das Licht. Schneller noch. Ein Gedanke ist das einzige Ding im Universum, das dem Licht ebenbürtig ist. Nein, kein Ding. Er ist die Reinheit selbst, die schönste und erhabenste Wesenheit. Wäre ich doch ein Gedanke geworden! Dann hinge ich jetzt nicht unter dem häßlichen Rohr, das mich stört, seit ich hier eingezogen bin. Als Gedanke könnte ich überall sein. In der Welt, draußen im Kosmos oder im Innern der Dinge.
»Anton! Hörst du mich?«
Die Stimme des Vaters. Er setzt sich und nimmt seine Hand.
»Seit gestern liegt noch ein anderer Junge in deinem Zimmer. Er ist älter als du.« Der
Vater streicht über Antons Stirn, wie er es jedesmal tut, wenn er ihn besucht. Hin, her,
langsam, ohne aufzuhören.
»Der Junge hat ein rotes Spielzeuggewehr neben dem Bett, so eins aus Plastik. Jetzt
schläft er gerade. Er ist blasser als du, sie haben sein Haar ganz kurz geschnitten.
Vielleicht kannst du eines Tages mit ihm spielen.« Der Vater nimmt das Gerät und saugt
den Speichel ab, den Anton nicht schlucken kann. Anton stellt sich den Jungen vor. Was
kommt aus dem roten Gewehr, wenn man schießt? Wasser vielleicht. Ob der Junge auch gerne
Dämme baut unten am Bach? Ob er auch reist wie Anton, nur im Kopf? Ich bin am Leben,
denkt Anton. Nachmittags bescheint mich die Sonne. Dann kommt die Frau mit der flüssigen
Stimme und zieht die Vorhänge zu. Ich liege im Schatten. Wie schwach ist die Sonne, wenn
ein Vorhang sie aussperren kann. Meine Haare wachsen, denkt Anton. Sonst steht alles
still. Nichts bewegt sich, außer in meinem Kopf. Ich reise, so weit ich will. Ich bin
draußen, wo die Sonne nicht mehr zu sehen ist. Ich bin im Innern des Eises. Ich reise.
Ich zähle. Wenn ich alle Ziffern zusammengezählt habe, werde ich am Anfang angekommen
sein. Dann schlage ich die Augen auf.
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