Zerberus
Lass los, mein Herz! Ich dir befehl
so deutlich ich nur kann!
Doch du, mein Herz, bei meiner Seel’,
klammerst nur fester dich daran.
Willst nicht verlier’n, was ich dir gab,
zur Acht in deinen Schrein,
denn alles, was ich drinnen hab,
das war von Herzen mein!
Du bist so wie ein Zerberus,
beschützt, was dir gehört.
Verteidigst mannhaft manchen Kuss,
der heut nicht mehr gewährt.
Doch ich bin stärker noch darin,
ICH bin hier Herr im Haus!
Sieh ein, es hat doch keinen Sinn!
Ich reiß’ ihn dir heraus!
Es sind nur ein paar Tropfen Blut,
die du dann weinst, mein Herz.
Versteh! Es wird nicht wieder gut.
Halt aus! Halt aus den Schmerz!
Und irgendwann… bist du gesund,
es bleibt nur eine Narbe.
Doch jetzt, mein Lieb, aus Herzensgrund:
Gib ihn frei – und darbe!
(Ostern 2008)
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