Catharina Regina von Greiffenberg
Schwing dich
meine Seel'
in Himmel
aus der Eitlen Zeitlichkeit!
schwing dich hin
woher du kommst
wo du auch wirst wider bleiben.
Wollst mit süsser Denke-Lust deine weil
dieweil vertreiben:
biß du wirst ergetzt
versetzet in die Zeit-befreyte Zeit.
Ach ich meyn die Ewig-Ewig-Ewig-Ewig-Ewigkeit
in die der belebend Tod wird entleibend einverleiben.
Unterdessen soll mein' Hand was von ihrer Hoheit schreiben
von der nie gefühlten Fülle
ihrer Erz-Herz-süssen Freud.
Krafft und Safft der Ewigkeit
die aus und mit dir entsprungen
der du Ursprünglich lebest und dahero Ewig bist!
leg die künfftig Wunder-Wonn' in den Mund und auf die Zungen
daß ich klärlich herrlich schreibe
wie dein will ohn Ziel dort ist
uns mit dir
dem höchsten Gut
zu vereinen unverdrungen.
Komme wider
komm hernider
zum Gericht gerüster Christ!
Rezension I Buchbestellung I home II10 © LYRIKwelt