"Val Acletta"
Disentis / Mustér
Mit erhobenem Haupt und voller Ehrfurcht, blicke ich zu dir hinauf,
der
schäumende Bach stürzt tosend zu Tal und nimmt seinen Lauf.
Hohe
Tannen ragen empor und säumen den steilen Pfad,
mein
Blick richtet sich zum Pez Acletta und dessen Grat.
Stille
und Einsamkeit begleiten mich durch dieses steile Tal,
der
Aufstieg fordert mich, die Schuhe fühlen sich an wie Stahl.
Der
Hauch meines Atems wird dünner und schwebt empor,
der
schneebedeckte Gipfel ragt zwischen den Wolken hervor.
Der
frische Duft der Tannen und Blumen kriecht in meine Seele,
Trockenheit
durch die Anstrengung ist zu spüren in meiner Kehle.
Der
stolze Anblick dieses lieblichen Tals beglückt mich sehr,
meinem
Geist und der Seele tut er gut, er macht Lust auf mehr.
Hier
in dieser zauberhaften Natur fühle ich mich geborgen,
ich
liebe diesen Ort, denn hier vergesse ich all meine Sorgen.
Es
ist meine kleine Welt, umgeben von unendlich göttlicher Schönheit,
es
ist wie ein Traum, nur lebe ich ihn jetzt und in ganzer Wirklichkeit.
Der
Anblick widerspiegelt Glanz in meinen Augen, die Luft ist klar, dünn und rein,
hier
fühle ich mich frei und Gott sehr nahe, dieser Moment lässt mich glücklich
sein.
Nun
heisst es voller Schmerz von dir, oh mein Tal Abschied zu nehmen,
Rezension I Buchbestellung 0I03 © LYRIKwelt