Rolf Vogt

"Val Acletta"
Disentis / Mustér


Mit erhobenem Haupt und voller Ehrfurcht, blicke ich zu dir hinauf,

der schäumende Bach stürzt tosend zu Tal und nimmt seinen Lauf.

Hohe Tannen ragen empor und säumen den steilen Pfad,

mein Blick richtet sich zum Pez Acletta und dessen Grat.

Stille und Einsamkeit begleiten mich durch dieses steile Tal,

der Aufstieg fordert mich, die Schuhe fühlen sich an wie Stahl.

Der Hauch meines Atems wird dünner und schwebt empor,

der schneebedeckte Gipfel ragt zwischen den Wolken hervor.

Der frische Duft der Tannen und Blumen kriecht in meine Seele,

Trockenheit durch die Anstrengung ist zu spüren in meiner Kehle.

Der stolze Anblick dieses lieblichen Tals beglückt mich sehr,

meinem Geist und der Seele tut er gut, er macht Lust auf mehr.

Hier in dieser zauberhaften Natur fühle ich mich geborgen,

ich liebe diesen Ort, denn hier vergesse ich all meine Sorgen.

Es ist meine kleine Welt, umgeben von unendlich göttlicher Schönheit,

es ist wie ein Traum, nur lebe ich ihn jetzt und in ganzer Wirklichkeit.

Der Anblick widerspiegelt Glanz in meinen Augen, die Luft ist klar, dünn und rein,

hier fühle ich mich frei und Gott sehr nahe, dieser Moment lässt mich glücklich sein.

Nun heisst es voller Schmerz von dir, oh mein Tal Abschied zu nehmen,

Zuhause in der ferne denke ich an dich und werde mich nach dir sehnen.

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