Hans-Werner Vogelwiesche

Der Geruch des Abschieds

 

Ein leises Lächeln nur
 

im dunklen Raum;
 

Ich verbeuge mich
 

altersschwach....tief
 

und sehe zu meinen Füssen
 

eine Rose -
 

zärtlich -
 

verdarbend.

 

 

Der tiefe Fall
 

in Demut;
 

vor der Sekunde,
 

die angefüllt
 

mit Hoffnung und Triumph
 

auf stumpfen Brettern
 

neben Rose und Leere
 

zerbricht.
 

 

 

Die Angst vor dem Danach
 

Angst vor dem aufblicken,
 

leere Gesichter zu sehen
 

und Körper ohne Hände -
 

die letzte Blume.
 

 

 

Unfähig der Bewegung;
 

Verharrend in ausdruckslosem Spiel;
 

Den Blick fiebernd in den erleuchteten Raum
 

haftend an leeren Stühlen
 

und nackten Säulen -
 

die Mimik des letzten Aktes.
 

 

 

Der Vorhang ist gefallen!
 

Die Zeit hat den Augenblick überwunden.
 

Was bleibt,
 

ist der schale Geruch des -
 

Abschieds!

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