Morgenrhythmus
Das Hirn aufschlagen
unruhig den Blick mit geschlossenen Augen
nach dem Heute abtastend
Fragmente sammeln die bedeutsam
den Blutdruck in die Höhe treibend
des Alltags Wichtigkeit zelebrieren.
Die Hand ausstrecken
nach Deinem warmen Körper
unschuldig versuchend
Zartheit zu erspüren
ohne Deinen Atem zu verstören.
Du wendest Dich
mit rascher Abkehr
und aufgepflanztem Schutzgerät
mir zu und
veränderst nicht Dein Schlafen.
Ich in Aufruhr
ob des Geistes und der Hände
gefangen im Halb der Entscheidungslosigkeit
und der armen Hoffnungsstrahlen
jeden Augenblick
die Leere erahnend
die ohne der Hände ersehntem Gegenwert
dem Wunsch die Nahrung raubt.
So bleibt der Geist
mit seines Tages Vorgeschmack
wohl wissend
dass all sein steter Strudel
dem Morgenduft den Halt versagt.
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