Vater
(Leseprobe aus:
So treibt die Insel, Gedichte, 2sprachig, 2008, Verlag Ralf Liebe
- Übertragung Marinus Pütz).
Wir sind viele Jahre und einige Monate
weiter.
Ich bin nun der Mann, der du hättest gewesen
Sein können, lebend. Dasselbe Bäuchlein,
Wellenschlag auf dem kaum kahl werdenden Kopf,
Das anhaltende Schweigen, die Füße auf dem Tisch
Und immer tränende Augen. Dein Glas. Älter.
Wo auch immer wir waren, es gab einen
Abstand, es gab
Mürrische Sturheit. Du hattest deinen ältesten Sohn getreten,
Wo immer du ihn treffen konntest: Knöchel, Waden, Schienbein.
Meistens unter dem Tisch oder in der Kirche.
Unsichtbare Peinigung bis die Suppe sprach.
Das flüssige Schlürfen begann.
Rezension I Buchbestellung I home II09 LYRIKwelt © Hans van de Waarsenburg