Über die Felder
(Leseprobe aus:
So treibt die Insel, Gedichte, 2sprachig, 2008, Verlag Ralf Liebe
- Übertragung Marinus Pütz).
Über die Felder, vorbei an der Mitte
Des Lebens, den Schatten der Pfade.
Der Verlauf des sauren Mittagslichts.
Mit einer Feder im Hals und Blick auf
Träges Taumeln. Über die Felder schreitet
Das Wort so langsam, dass der Klang
Verschwindet, sich auflöst im Nebel über
Stoppelfeldern. Und der Wanderer? Er
Starrt über die Felder auf den sinkenden
Horizont. Versucht, aus seinem Schatten zu
Treten, während es dämmert um
Den Kopf. Die Toten rascheln zwischen
Herbstblättern oder ruhen auf den Zweigen
Der Vergangenheit. Wenn es schon einen Abschied gibt,
Dann lass ihn noch dauern und trage „Holz
In die Wälder und Torf ins Moor.“
Rezension I Buchbestellung I home 0I09 LYRIKwelt © Hans van de Waarsenburg