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Der Berg, der vor
der Sonne steht
(Leseprobe aus: In der verkehrten
Welt, Reisegedichte, 2006, Haymon)
Der Berg, der vor der Sonne steht,
aus schwerem Felsgestein,
wenn über ihn die Sonne geht,
dann wird er leicht und klein.
Rauchblau, in Stufen zarten Graus
zergeht ihm Klamm und Schlucht,
er breitet sich zur Landschaft aus,
verliert an Wut und Wucht.
Er wird ein Grat am Hügelkamm,
wie Gischt auf einer Welle,
die durch Magie zum Stillstand kam.
Er ist die letzte Schwelle,
bis dann sein dunkler Schattendamm
zerfließt in klarer Helle.
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