Charlotte Ueckert

Rot steigt...

die Sonne am Morgen aus dem See in die Zweige, höher und höher, keiner hält sie, kein Netz ist so eng geknüpft. Sie spuckt das Rot über die Wiesen und schluckt die Feuchtigkeit, die der See über die Bäume steigen ließ, des Nachts eine gläserne Hülle, die nichts schützt, nichts zurückhält, Kaisers Kleid, nach dem nun die Arme zum Himmel flehen und das brüchige Haar sich schüttelt und wartet, bis die Sonne ins Rot lockt.

Rezension I Buchbestellung III01 LYRIKwelt © Ferber