Marrakesch
Roter Sand im
Bauchnabel der Welt
Safranlicht aus der Wüste
hat mein Herz zugeweht
ausgebrannt es fällt in die blaue Farbe
der Männer aus den Bergen
woher sie kommen die Verführungen
für die Stadt das Silber der Berber
bringt Segen wie Fatimas Hand
doch du Prinz Jussuf oder du von Theben
deinesgleichen ist verbannt
deinen Friedhof zeigt man Fremden
nur was sein ist schützt der Muselmane
mit Eifersucht die Liebe
flammt in den Verrenkungen
dem obszönen Flüstern in Gassen im Betteln
der Körper die heiligen Stätten des Geistes
blitzen weißgegipst grünverkachelt
rostvernagelt durch ein Tor das Schönste
zeigt hier keiner dem Fremden
der mitschwingen will in ornamentalem
Gefallen der einzigartige Sonnengott
versammelt seine dräuenden Engel mein Mitgefühl
landet abgezählt in einer Bettlerhand
Rezension I Buchbestellung III01 LYRIKwelt © Ferber