Für Esther
(Leseprobe aus: Ungezogen, Gedichte, 2006,
Corvinus Presse)
Wo, wenn nicht jetzt?
Der erste Tag regnet sich auf.
Sie paddelt noch im weißen See umher
während die Anderen,
die Harten (Eisen?),
im Garten längst schon
die Limonade
des jeweiligen linken Nachbarn
in sich reinschütten.
Bazillen vereinnahmen
Erinnerungen.
Der bleischwere Satz
näht an Nagelbetten herum,
des Mundes Tier
schützt's Alter nicht.
Schlicht
schlecht ist ihr am zweiten Tag.
Der indisch-große Hinterkopf
schlingt würgend
Engel in den Himmel.
Nur Hemingway mit Alibi
bleibt stehen,
stehen,
stehen.
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