Seinlassen
Einst
schien die Sonne wärmer, ich erinner mich noch d'ran.
Die Personen waren kleiner und die Namen nicht oben d'ran.
Ich musste mich nicht melden und wollt auch weiter nichts,
Als zuversichtlich dösen im Abenddämmerlicht.
Viele Worte sind gewechselt, mehr Lob gibt es nicht.
Die Dinge bewegen sich langsam, wie Finger lähmt die Gicht.
Keiner wird was bewirken, die Kinder sind schon krank.
Nehmt auch etwas vom Seinlassentrank.
Schweigt nicht alles ausser uns?
Wieviel will man denn fragen?
Mensch sein ist keine Kunst.
Und die Pferde zieh'n den Wagen.
Die Farben, Punkte, Punkte schwinden, werden schwächer.
Mit dem Traum bist du allein.
Es verhält sich wie mit einem Fächer.
Er sorgt für kalte Luft allein.
Bald erhitzt der Kopf sich wieder .
Da steht ein Glas voll Wein.
Ich glaub' ich setz mich wieder nieder
und lass' die Grübeleien sein .
(2002)
Rezension I Buchbestellung IV02 © LYRIKwelt