Lothar Thiel

träumerei

so senkt sich denn ein dunkler glanz
aus schlaf auf ihre großen augen.
leer längst das glas und aus der tanz.

nun kann ihr weicher busen ganz
und gar mit träumen voll sich saugen. –

die augen auf der autobahn
strebt er zu neuen augenblicken.
sein schoß ist noch von sehnsucht voll,

von jenem holden frauenwahn.
ach könnt’ er sie nur alle sehen!
er ist der traummann, ein idol.

– und rast hinein in ihren traum
und wie ein traum platzt er dort wieder.

die frau liegt ruhig, sie atmet kaum,
doch unstet wandern ihre lider.

Rezension I Buchbestellung I home IV13 LYRIKwelt © LT