Michael Starcke

ein wahlsonntag

ein hund trottet am
rand der straße entlang,
wie von unsichtbarer
hand geführt.

stille herrscht,
als erwarte sie
das kommando,
auf die plätze fertig los
oder einen augenblick
regenfreier extase.

schon nach ersten
vorläufigen ergebnissen
aus dem rathaus könnte
sich vielleicht jemand
glücklich schätzen
in der dämmerung.

unerwartet ist auch
nicht anderes als die
melodie eines liedes,
das den hergang, in
blinder liebe verbunden zu sein,
nicht zu deuten weiß.

nach allen erfolgen,
katastrophale kümmernisse,
ruhen die strategen aus.

Rezension I Buchbestellung III15 LYRIKwelt © M.St.