Michael Starcke

sommergrün

aufgeblüht will
die unruhe nicht weichen
im sommergrün,
das schon den herbst
spürt, einer fliege
ähnlich, die
keinen ausweg findet.

die verhangene sonne,
nie belanglos,
wenn ihr moment
gekommen ist,
fenster blendend
zu reflektieren.

sommer, ein traum,
dem die zeit, manchmal
hoffnungslos verspätet,
vertraut, geheimnisvoll,
aber mäßig begeistert,

zwei, drei monate
des glücks, der kirschen,
pflaumen und rosen
im nebel des morgens,
im goldroten dunst des
abends, der süße duft
verströmenden lebens.

Rezension I Buchbestellung II15 LYRIKwelt © M.St.