Michael Starcke

die geräusche des regens

die geräusche des regens
wie raunen im telefon,
hast du schon gehört?

die nachricht huscht
nicht vorüber,
bohrt sich in kopf,
herz und glieder,
brutal getötet
am helllichten tag
mit maschinenpistolen,

hellsichtige menschen,
die ihre zeichnungen
entrollten,
kein knüllpapier,
die fahne
der meinungsfreiheit,
die vor nichts erschrickt.

entsetzt genug denken wir
nicht an rache, schon gar
nicht daran, klein beizugeben.
nach dem mörderischen gewitter

säen wir löwenzahn,
die pusteblume,
die toleranz und solidarität
erntet, überall auf der welt.

Je suis Charlie

Rezension I Buchbestellung 0I15 LYRIKwelt © M.St.