Michael Starcke

schweigen und tränen
für hugo ernst käufer und kalle wiersch

von einem freund
erfahre ich, tot.
während ich
auf bäume und
maiblumen schaue
mit dem skrupeln
der trauer,
ob der liebe
gerechtigkeit
widerfahre?

während tiefer
im inneren ein
fenster den blick
aufs meer und die wolken
öffnet, aufgezogen
auf der leinwand
des himmels
zwischen ungeschriebenen
briefen und schwarzem kaffee.

schweigen und tränen.
die ohnmacht der sprache
lispelt etwas von fotoalben
und letztem willen.
es gibt eine anwesenheit,
die größer ist als du und ich
im gedächtnis erde zu erde.

Rezension I Buchbestellung III14 LYRIKwelt © M.St.