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Der Rittmeister
(Leseprobe aus:
Der Rittmeister, Roman, 2010,
Wieser-Verlag).
"Aber es ist ja bequem, wenn man noch Eltern hat, bei
denen man das Kind abgeben kann. Was hab ich falsch gemacht mit deiner Mutter,
daß sie so gewissenlos geworden ist!"
Noch strafender die Blicke des Großvaters und noch zweckloser, bis er ihn an der Hand nahm und in sein Arbeitszimmer zog.
"Man möchte doch schon seine Ruhe haben in meinem Alter, ist das zu viel verlangt", jammerte die Großmutter weiter, bis die Tür zufiel. Ins Arbeitszimmer kam sie nicht, die Präparate waren ihr nicht geheuer, seit sie beim Staubwischen eines zu Boden geworfen hatte, obwohl sie nicht hätte Staub wischen müssen, weil das die Bedienerin besorgte. Aber sie hatte der Bedienerin irrigerweise den Umgang mit den Spiritusschlangen und Geckos und Chamäleons nicht zugetraut.
Er hat es nicht vergessen, das Krachen und den gellenden Schrei der Großmutter, die weit aufgerissenen Augen des Großvaters, und des "Jesusmariamuttergottes" der alten Bedienerin. Er hatte sich an den Großvater geklammert und zu weinen begonnen, denn gleich würde eine tote Nashornviper unter dem Türspalt durchschwimmen.
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