Mikal Numa Shayegi

yisra’el yisra’el
(Leseprobe aus: kur un wahn, Gedichte, 2008, Athena-Verlag).

mondsüchtig verhüllter augen

was sollen die kinderfragen wozu

wozu mit kinderaugen blicken

das leben meistern

sich selbst bemeistern wozu

was bleibt vernichtet der dichter

hühner seids ihr unfreien vögel

süß schmecken in kett und ringen

diese schwarzreifen birnen

von wetter launen zerrissen mein leib

sprich blasse angst

in meine bloße besessenheit

des dichters hohles gebrüll

am leibe gewebte luft

zu menschen neigt sich tag und gott

weithin steinbrech treiben die lüfte blut

an deinem wund und wut brand und fingern

nach meiner bildung ins tiefe zu schürfen

o komm dass mir kommt dieser helle gesang

zu labyrinthischen lauten klingend

nach dieser blonden ische

wer zweifelt noch an des narren witz

yisra’el gott führt krieg

yisra’el gott führt krieg

Rezension I Buchbestellung I home III09 LYRIKwelt © M.N.S.