(Be)handlungsbedürftig
Immer in Bewegung,
immer auf der Flucht,
Ruhen ist unmöglich
Handeln wird zur Sucht.
Dann und wann ein Stöhnen;
man hätt´so viel zu tun,
würd`gerne sich verwöhnen
und einfach einmal ruhn.
Doch steckt man in der Ruhe,
hat keine andre Wahl,
weiß man sie nicht zu nutzen,
wird leicht sich selbst zur Qual.
Das Selbst sonst unterhalten
von steter äußrer Pflicht,
erkennt in dieser Ruhe
sein eignes Wesen nicht.
Schnell legt das traute Handy
zum Abruf sich bereit,
schnell ziert den schönen Körper
das hübsche Tenniskleid.
Und sollt`am Schluss
dein bester Freund
verhasste Hektik sein,
so schaue tief in deine
wahren Lebensträume rein.
(2003)
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