Mutter der Zeit
Werde Mutter Deiner
Zeit,
bevor die Seele schreit.
Bist Du der Zeiten Magd,
wen wunderts, wenn Dein Herz versagt.
Gehörst Du schon zu denen, die die Grenze bereits überschritten haben?
Es werden sich andere und nicht Du daran laben.
Tauschst Du Zeit für Geld gar ein?
Sperrt es Dich nicht selber ein?
Sag, wann hast Du das letzte Gespräch mit Dir selber geführt?
Dein inneres Kind liebevoll berührt.?
Kennst Du noch Deinen imaginären Kinderfreund?
Wann hast Du das letzte Mal mit ihr oder ihm geträumt?
Kannst Du Dir im Spiegel Fratzen machen?
Und dann selber mit dir lachen?
Hattest Du nicht einen Sinn gefunden?
Doch womit füllst du Deine Stunden?
Verschiebst auf später nur nicht jetzt,
doch dann bist Du abgehetzt.
War nicht einst da Nehmen und Geben.
Nannte man das nicht ein Laben.
Sag Dir was Du selber willst!
Womit Du Deine Sehnsucht stillst,
ist nichts als pfauenhaft's Getue.
Somit gibst Dir keine Ruhe.
Die Last wird schwer und schwerer werden,
die Seele füllt Blätter mit Beschwerden.
Lies sie durch - es muß so sein.
Und laß mehr Zeit in Dein Herz hinein.
(2000)
Rezension I Buchbestellung II02 © LYRIKwelt