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Delphi
(Leseprobe aus: Delphi, Roman, 2004, Kiepenheuer
& Witsch)
»Bis auf unser fünffaches Atmen war es still. Francis lag zwischen Linda und Robbie, auf dem Rücken, die rechte Hand immer noch in Lindas Hand, das Gesicht ihr zugewandt. Linda war sich nicht sicher, ob Francis wach war. Er atmete flacher als Robbie. Sein Gesicht war so nah, dass Linda seinen Atem an ihrer Stirn spüren konnte. Linda schob sich vorsichtig ein paar Millimeter nach oben. Plötzlich war Francis näher, als sie erwartet hatte, und als sich Lindas und Francis’ Lippen berührten, hörten beide auf zu atmen, und es war, wie Linda gewusst hatte, dass er sein würde, es war, wie Linda sich den Kuss des Antinoos vorgestellte hatte: still und kühl und unendlich.«
Rezension I Buchbestellung I home III07 LYRIKwelt © Kiepenheuer & Witsch